Langballig : Erneut Diskussion um Fährverbindung

Rote Karte für die Fähre zwischen Brunsnis und Landballigau. Die Gemeinde will dadurch die „Feodora II“ schützen.
Rote Karte für die Fähre zwischen Brunsnis und Landballigau. Die Gemeinde will dadurch die „Feodora II“ schützen.

Amtsvorsteher Peter-Wilhelm Jacobsen hält weitere Gespräche zwischen Langballig und Brunsnis für erforderlich.

shz.de von
14. März 2018, 14:06 Uhr

Gesprächsbedarf gab es in der jüngsten Sitzung des Amtsausschusses des Amtes Langballig. Der Beschluss der Gemeindevertretung Langballig, eine Fahrradfährverbindung zwischen dem dänischen Brunsnis und Langballigau abzulehnen, löste eine eine längere Diskussion aus. Der Ringsberger Bürgermeister Volker Hatesaul äußerte dafür kein Verständnis, zumal es sich zunächst um eine Testphase handeln solle. Für Langballig wies Kurt Brodersen auf die Aussage von Kapitän Alexander Klein, Eigner des Fahrgastschiffes „Feodora II“, hin. Dieser hatte erklärt, seine Touren mit Fahrgästen nach Sonderburg seien nicht kostendeckend, Gewinne könne er nur mit Seebestattungen erzielen. Diese wolle auch die Brunsnis-Fähre anbieten. Sie werde zudem, im Gegensatz zu ihm, öffentlich gefördert.

Amtsvorsteher Peter-Wilhelm Jacobsen teilte schließlich mit, dass das Projekt bei einer Gesellschafter-Versammlung der Tourismus Agentur Flensburger Förde (TAFF), an der er am 23. Oktober 2017 teilgenommen hatte, von dänischer Seite vorgestellt worden sei. Als Starttermin sei 2019 angekündigt worden. „Von einer Testphase in diesem Jahr ist mir nichts bekannt“, so Jacobsen. Und Seebestattungen mit der Fahrradfähre würden nur von dänischer Seite aus erfolgen.

Im weiteren Verlauf der Aussprache wurden Zweifel daran angemeldet, ob es überhaupt zulässig ist, in einem öffentlichen Hafen jemanden, der anlegen möchte, abzulehnen. Hinterfragt wurden auch die Monopolstellung der „Feodora II“ und eine Blockade der Testphase. Der Amtsvorsteher wies abschließend darauf hin, dass die Entscheidung der Langballiger Gemeindevertretung zu akzeptieren sei. Er hält aber weitere Gespräche in dieser Angelegenheit für notwendig.

Der Ausschuss benannte die zehn Vertreter des Amtes für den Schulleiterwahlausschuss. Dieser wählt in Kürze den Nachfolger des vor neun Monaten in den Ruhestand versetzten Leiters der Grundschule Langballig. Zwei vorherige Stellenausschreibungen blieben ohne Ergebnis. Erst jetzt liegen zwei Bewerbungen vor, über die entschieden werden soll. Außerdem änderte der Amtsausschuss einstimmig die Hauptsatzung dahingehend, dass für jedes Ausschussmitglied ein Stellvertreter gewählt wird. Bisher gab es keine entsprechende Regelung für den Fall der Verhinderung.



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