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Flensburger Tageblatt

20. Oktober 2017 | 00:22 Uhr

Erichsen neuer Vorsitzender der Arbeitgeber

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 03.Sep.2014 | 14:55 Uhr

Der Arbeitgeberverband Flensburg – Schleswig – Eckernförde hat einen neuen Vorsitzenden. Norbert Erichsen (55), Chef der Flensburger Fahrzeugbau-Gesellschaft (FFG), hat den Eckernförder Unternehmer Eberhard Otte (65) an der Verbandsspitze abgelöst und wird die regionale Arbeitgeberorganisation nun gemeinsam mit Geschäftsführer Fabian Geyer führen. Diesen Vorschlag der Mitgliederversammlung bestätigte der Vorstand am Dienstagabend im Mürwiker sh:z-Medienhaus.

„Mit liegt am Herzen, wirtschaftliche Belange stärker in das gesellschaftliche Leben einfließen zu lassen“, sagte der Diplom-Betriebswirt nach seiner Wahl. Mahnendes Beispiel seien für ihn die Flensburger Hotelpläne in der Galwikbucht, wo die Stadt inmitten von sechs großen Industrieunternehmen ein Hotel ansiedeln möchte – für Erichsen ein Beleg dafür, „wie wenig wirtschaftliches Wissen und Interesse vorhanden“ sei. Erichsen, der ein Unternehmen mit rund 500 Beschäftigten und 50 Azubis führt, stellt sich vor, dass Unternehmer stärker in die Schulen gehen. „Wir können dort aus den Unternehmen etwas authentisch rüberbringen“, ist er sicher.

Außerdem möchte er an Modellen für Schulabgänger ohne Abschluss arbeiten. Das betreffe immerhin jeden fünften jungen Menschen: „Dieses Potenzial können wir als Arbeitgeber nicht liegen lassen.“

Zum Umgang mit den Gewerkschaften als Sozialpartner sagt FFG-Chef Erichsen: „Ich bin für klare Positionen – und dafür, dass man weiß, woran man ist.“ Er möchte nicht falsch verstanden werden: Wenn Mitarbeiter gute Leistungen zeigten, müssten sie auch gut entlohnt werden. Das Zusammenspiel von Arbeitgebern und Gewerkschaften schätzt er so ein: „Die Arbeitgeberseite ist sehr viel moderner, nicht so ritualisiert.“ Erichsen findet, moderne Gewerkschaften müssten sehr viel flexibler agieren können. „Wir sind nicht konfliktscheu, aber in der Sache auch konsensorientiert.“

Ein bisschen Selbstkritik übt der neue Verbandsvorsitzende aber auch: „Wir müssen uns als Arbeitgeber attraktiver machen.“ Das sei eines seiner Themen für die kommenden Jahre.

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