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Tourismus in Flensburg und Umgebung : „Erfolgskurs“ – Taff gibt Gas

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Gesellschafter legen sich auf eine neue Ausrichtung der Tourismus-Agentur Flensburger Förde fest - und stocken die Zuschüsse auf.

shz.de von
erstellt am 23.Jul.2017 | 13:52 Uhr

Der innerdeutsche Tourismus boomt, besonders an der Ostsee – und die Region will sich von dem Kuchen ein sattes Stück abschneiden. Die Tourismus-Agentur Flensburger Förde (Taff) verfolgt zu diesem Zweck ambitionierte Ziele, die gestern von Geschäftsführer Gorm Casper erläutert wurden. Die Gesellschafter wollen den Tourismus an der Flensburger Förde mit einer strategischen Neuausrichtung entscheidend voranbringen – und das ist ihnen 260  000 Euro wert. Damit steigen die Zuschüsse aus Flensburg, Glücksburg, Langballig und Harrislee auf eine runde Million Euro jährlich.

„Wir können loslegen“, strahlte ein glücklicher Gorm Casper angesichts der guten Nachrichten. Und der erarbeitete Maßnahmenkatalog wird schon jetzt als „Erfolgskurs“ apostrophiert. Zentraler Bestandteil ist eine breit angelegte Marketing-Kampagne für die Flensburger Förde, die allein 150  000 Euro verschlingen wird. Umgesetzt wird sie von der Agentur „Hochzwei“, Startschuss: Mitte August. Das Unternehmen mit Sitz in Sonwik konnte sich gegen sieben Mitbewerber durchsetzen. „Das Konzept hat uns vollständig überzeugt“, sagte Casper. Nicht zuletzt deshalb, weil „Hochzwei“ im Nachbarland bestens vernetzt sei. Der Taff-Geschäftsführer hat besonders das deutsch-dänische Grenzland im Visier. „Schon jetzt kommen 80 Prozent der Gäste über die Grenze, überwiegend Tagestouristen.“ Schwerpunkt der Kampagne unter dem Motto „Alles was dich glücklich macht. Die Flensburger Förde“ ist die digitale Präsenz in den Medien, die noch in diesem Jahr kurzentschlossene Urlauber aktivieren und darüber hinaus die Nebensaison ankurbeln soll. Man arbeitet mit Werbeslogans wie „Herbststurm oder Hygge?“ – „Schloss oder Sandburg?“ Casper sieht Stadt und Region mit den vorhandenen wie geplanten Hotels ausreichend gerüstet. Auftritte in sozialen Netzwerken wie Facebook oder Instagram sollen die Kampagne darüber hinaus befeuern. Auch das Urlaubsmagazin passt sich den neuen Inhalten an. „Wir müssen die Vielfalt präsentieren, die andere nicht bieten können“, sagt Casper und verweist auf Glücksburg, das im letzten Jahr bereits mit einem Plus von gut einem Viertel bei den Gästezahlen aufhorchen ließ. „Es geht jetzt insgesamt um eine Erhöhung der touristischen Nachfrage und Kundenzufriedenheit – darum, dass die Gäste wiederkommen. Und sie sollen die Buchungsplattformen mit positiven Inhalten füllen.“

Die Taff erhofft sich durch die neuen Pläne zusätzliche Co-Finanzierung durch Sponsoring oder Fördermittel, etwa aus dem Interreg-Programm. Die GmbH will sich einer regelmäßigen Zertifizierung unterziehen. Für den Aufsichtsratsvorsitzenden Helmut Trost sind all dies Parameter für künftigen Erfolg. „Das wird jetzt gemeinschaftlich vorangetrieben.“ Unter den Gesellschaftern seien keinerlei Spannungen zu spüren, keine Dominanz. Harrislees Bürgermeister Martin Ellermann zeigte sich überzeugt, dass es gut angelegtes Geld sei, mit dem die Taff zunächst bis 2018 agieren kann. „Wir gehen gestärkt in den Wettbewerb.“ Die derzeit fünf Millionen Gäste in der Taff-Region pro Jahr will Gorm Casper langfristig auf sieben Millionen steigern. Ein selbstbewusstes Ziel. An diesem Anspruch will er sich messen lassen.




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