Mittelangeln : Erfolgreicher Start für den i-Punkt

Der i-Punkt ist ein Anziehungspunkt der Bildungslandschaft in Mittelangeln. Wiebke Köster (l.) und Lyn Karjel halten die Fäden in ihren Händen.
Der i-Punkt ist ein Anziehungspunkt der Bildungslandschaft in Mittelangeln. Wiebke Köster (l.) und Lyn Karjel halten die Fäden in ihren Händen.

Die Anlaufstelle der Bildungslandschaft Mittelangeln entwickelt sich zu einem sozialen Treffpunkt in Satrup.

shz.de von
04. August 2018, 12:00 Uhr

Mittelangeln | Der i-Punkt im Ortskern von Satrup hat sich bereits wenige Monate nach der Eröffnung zu einem akzeptierten Anlaufpunkt in Sachen außerschulischer Bildung entwickelt. „Wir sind sehr glücklich, dass der i-Punkt von den Menschen angenommen wird“, sagt Bürgermeisterin Britta Lang zufrieden. Die Vorplanung, Investition und Unterhaltung war und ist erheblich. Auch Ulrike Schreier und Gaby Vahl von der Bücherei und die Bildungskoordinatorinnen Lyn Karjel und Wiebke Köster sind glücklich über den guten Start.

Inzwischen hat der i-Punkt nicht nur in der Region einen Namen, vom Land wird bestätigt, dass dieses Projekt derzeit einmalig in Schleswig-Holstein sei. Es gibt seit einiger Zeit Bemühungen, die Bibliotheken im Land als Aufenthaltsort zu entwickeln. Die Gemeinde Mittelangeln hat mit dem i-Punkt praktisch eine Vorreiterrolle übernommen und einen attraktiven sozialen Treffpunkt bekommen. Der Standort ist ideal, mitten im Ort, dort wo Einkaufszentrum und verschiedene Dienstleister angesiedelt sind und vor allem viel Parkraum in unmittelbarer Nähe des Schulzentrums zur Verfügung steht.

Die Bücherei hat die Zahl ihrer Besucher verdoppeln können und die Zahl der Ausleihungen stieg im ersten Halbjahr 2018 gegenüber dem Vorjahreszeitraum von 17 500 auf über 20 000 Medien. Neben der Bücherei haben die Volkshochschule und die Bildungslandschaft mit dem Familienzentrum hier ihren Sitz. Das schafft Synergieeffekte, vermindert Schwellenängste und schafft Platz für Kommunikation.

Eine wichtige Funktion nimmt das Familienzentrum wahr. „Hier geht es besonders um Angebote für junge Familien und die Unterstützung in besonderen Fällen“, sagt Wiebke Köster. Dabei tritt das Familienzentrum weniger als Veranstalter auf, sondern koordiniert die Angebote der verschiedenen Anbieter wie Vereine oder Organisationen. In diesem Bereich werden auch präventive Angebote gemacht, die gerne angenommen werden. Ein Beispiel ist die Elternschule, die sich an Eltern mit Kindern im Alter bis zehn Jahre wendet. Erfahrene Pädagogen und Erzieher stehen zur Verfügung. Gemeinsame Fahrten stehen im Programm wie auch Sprechstunden in sozialen Fragen.

„Zusätzlich schauen wir in der Bildungslandschaft, wo es einen Bedarf gibt und bringen dann Anbieter und Nutzer zusammen“, berichtet Lyn Karjel. Große Hilfe ist dabei der Lenkungskreis der Bildungslandschaft, dem Vertreter der Kindergärten, der ortsansässigen Schulen, der Offenen Ganztagsschulen und der Vereine angehören.

Seit einem Jahr wird auch die Volkshochschularbeit über die Bildungslandschaft organisiert. Die Digitalisierung war in den vergangenen Monaten ein Schwerpunkt. Heute können alle Kurse digital abgefragt und gebucht werden. Immer mehr in den Mittelpunkt der VHS- Arbeit rücken die Senioren. Von Gesundheitskursen bis zum Umgang mit Computer und Smartphone reicht das Angebot. Stolz ist Lyn Karjel, dass immer mehr Dozenten der Flensburger Uni bereit sind, in Mittelangeln Kurse anzubieten.

Neben den Veranstaltungen im i-Punkt planen die Akteure weitere Veranstaltungen in einem großen Rahmen. „Der Tag der Bewegung“, war ein erstes Angebot, das besonders Kinder und Jugendliche ansprach und im Ort Interesse hervorrief. Dazu will man das Netzwerk ausbauen und den i-Punkt noch stärker als Kommunikationsort für alle Generationen anbieten.

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