zur Navigation springen
Flensburger Tageblatt

20. November 2017 | 01:38 Uhr

Sörup : Erdbeeren brauchen noch viel Sonne

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Offiziell hat die Saison bereits begonnen, Selbstpflücker aber müssen wohl noch bis zum Juni warten.

von
erstellt am 12.Mai.2017 | 13:56 Uhr

Sörup | Sören Jensen hat zurzeit nur einen Wunsch: Sonne. Die könnte nämlich dafür sorgen, dass die Erdbeeren auf seinen Feldern noch weiter reifen und den herrlich süßen Geschmack annehmen, der die kleinen roten Früchte so beliebt macht. Vor wenigen Tagen hat die Landwirtschaftskammer Schleswig-Holstein die Erdbeersaison für offiziell eröffnet erklärt – mit zwei Wochen Verspätung und deutlichen Hinweisen auf zu kühle Witterung, Nachtfrost und frühzeitige Beendigung der Blütenbildung.

Sören Jensen ist Betriebsleiter des gleichnamigen Erdbeerhofs in Sörup und sieht die Sache eigentlich ganz gelassen. „Wir haben bis jetzt zwei Verkaufsstände eröffnet, eigentlich sollten es schon vier bis fünf sein. Aber das Wachstum ist noch nicht so, wie es sein sollte.“ Das liegt nach Auskunft des Fachmanns tatsächlich am Wetter. Regen stellt kein Problem dar, weil die jetzt geernteten Früchte ohnehin im Folientunnel aufwachsen. Noch fehlt ihnen ein wenig Sonne, aber Jensen ist überzeugt, dass die noch kommt.

Hier können Sie Erdbeeren pflücken

Rückblickend betrachtet, war der Nachtfrost, der die Blüten der Pflanzen beschädigt, ein Problem. „Auf einem Feld waren 50 Prozent der Blüten verfroren – die tragen dann keine Früchte mehr.“ Der Chef des Hofes hofft nun jedoch darauf, dass die Kälteperiode beendet ist – und ist dankbar dafür, dass es ihn nicht so heftig getroffen hat wie einige Kollegen in Niedersachsen, wo zuletzt Minustemperaturen von fünf bis sechs Grad gemessen wurden. Und das hatte erhebliche Verluste zur Folge.

Aber Sören Jensen baut seine Erdbeeren natürlich nicht nur in Folientunnels an – in Juni beginnt die Saison der Freilandfrüchte. Die bietet nicht nur noch aromatischere Beeren, sondern auch die Gelegenheit zum Selbstpflücken und günstigere Preise. Die ersten Erdbeeren werden an den Ständen noch für neun Euro pro Kilo angeboten. „Das wird sich allerdings ändern, wenn die Freilanderdbeeren hinzukommen“, verspricht Jensen. Noch günstiger wird es für Kunden, die auf die Felder nach Sörup/Barg, Freienwill, Schleswig/Hoheluft oder Oxbüll kommen und selbst pflücken. Dann kostet das Kilo nur noch 3,50 Euro. Erdbeerfelder mit „Selbstbedienung “ sind an vielen Stellen im Kreisgebiet zu finden, als Hinweisschilder dienen meist Schilder mit Bildern von den süßen, roten Früchtchen.

Wie die Freilandernte ausfällt – das kann Sören Jensen auch jetzt noch nicht mit letzter Sicherheit vorhersagen. Wegen der vielen kalten Nächte mussten die sensiblen Pflanzen immer wieder mit Folien geschützt werden. „Das ständige Aufdecken und Abdecken schadet natürlich. Das kann zu Krankheiten und Veränderungen oder führen.“ Aber weil Sören Jensen Optimist ist, hofft er, dass alles gut geht. Und natürlich auf ganz viel Sonne für seine Erdbeeren.

 

 

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen