Flensburg : Erdarbeiten: Bald kommt die neue K8

-
1 von 2
-

Peelwatt-Erde für Lärmschutz / Stadt spart 60 000 Euro

shz.de von
01. November 2011, 06:43 Uhr

Flensburg | Nein, es ist noch nicht der Beginn des Weiterbaus der K 8 in Richtung Kappelner Straße. Aber die Spuren, die in der vergangenen Woche gegenüber des Baugebiets Hochfeld ins Erdreich jenseits der Ringstraße gefräst wurden, sind bereits der Vorgeschmack auf das Werden der Tarup-Umgehung und des nächsten Flensburger Baugebiets.

Der Einsatz der Bagger letzte Woche ist einem noch zu fassenden Beschluss geschuldet. Entlang der wahrscheinlichen Trasse der K 8 soll bereits das Erdreich gelagert werden, aus dem im nächsten Jahr dann auf 550 Metern Länge die Lärmschutzwälle des neuen Baugebiets gebaut werden sollen. Nach Auskunft von Thomas Russ, Sprecher des Technischen Betriebszentrums, schlägt die Stadt hier zwei Fliegen mit einer Klappe und spart auch noch einen Batzen Geld. "Wir werden voraussichtlich ab Mitte November Aushub aus dem Gewerbegebiet Peelwatt hier lagern", teilte Russ auf Anfrage mit. Normalerweise wäre der Boden teuer entsorgt worden. Weil aber in unmittelbarer Nachbarschaft - nämlich entlang des dritten Teilabschnitts der Kreisstraße 8 - sehr wahrscheinlich Boden benötigt werden wird, rückten zunächst die Bagger und demnächst die Lkw an. Über 5000 Kubikmeter Erdreich sollen hier gelagert werden, aus denen im nächsten Jahr die 3,50 Meter hohen Lärmschutzwände gebaut werden sollen. "Es wäre unsinnig gewesen, den Boden zunächst teuer zu entsorgen und dann teuer wieder einzukaufen. Deshalb lag dieser Lösungsweg sehr nahe", so Russ.

In Abstimmung mit dem Fachbereich Kommunale Immobilien, der Naturschutzbehörde und dem Archäologischen Landesamt wurde im ersten Schritt der Oberboden beidseits der künftigen Trasse abgetragen. Im zweiten Schritt rücken die Experten des Archäologischen Landesamtes an und beschauen sich das Geländeprofil sehr genau. Entdecken die Kieler keine antiken Schätze, rücken die Lastwagen an. Damit werden dann in Vorwegnahme eines noch zu fassenden Beschlusses gewichtige Fakten geschaffen. Denn den Bebauungsplan für Neubaugebiet und die K8 als Erschließungsstraße gibt es noch gar nicht. Der, sagt Verwaltungssprecher Clemens Teschendorf, sei in der Tat noch zu beschließen. Teschendorf rechnet mit einer Vorlage nicht vor Anfang nächsten Jahres.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen