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Flensburger Tageblatt

20. Oktober 2017 | 06:11 Uhr

„Engagierte Stadt“ bündelt die Kräfte

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

SBV-Stiftung Helmut Schumann und Stadt Flensburg unterzeichnen Kooperationsvertrag / Neue Anlaufstelle in der Apenrader Straße

Ein Jahr ist es her – da war der Jubel groß: Die Jury des Förderprojekts „Engagierte Stadt“ nahm die Stadt Flensburg in ihr bundesweites Netzwerkprogramm auf. Damit war man in bester Gesellschaft mit 49 anderen ausgewählten Städten. Zuvor hatte sich die SBV-Stiftung Helmut Schumann in Abstimmung mit zahlreichen städtischen Abteilungen und gemeinnützigen Organisationen darum beworben.

Jetzt wurde diese Zusammenarbeit in ein festes Fundament gegossen. Beide Seiten unterzeichneten gestern eine weitreichende Kooperationsvereinbarung. Stadtverwaltung, gemeinnützige Organisationen und Wirtschaft sollen noch stärker an einem Strang ziehen. „Unser Ziel ist es“, erklärte Stifungsvorstand Raimund Dankowski, „stabile Strukturen für bürgerschaftliches Engagement zu entwickeln und bestehende Netzwerke zu fördern.“ Eine Anlaufstelle des Projektteams im Stadtteiltreff mit dem einladenden Namen „KommRein“ (Apenrader Straße 148) ist jetzt eingerichtet worden. Zudem hat die Körber-Stiftung 50  000 Euro zur Verfügung gestellt, die bis Ende 2017 investiert werden müssen. Heute wird der Hauptausschuss zudem über die Besetzung von 1,5 geplanten Stellen für die Flüchtlingshilfe entscheiden – die Maßnahme ist auf zunächst drei Jahre befristet. In diesem Bereich spielt Daniela Weickert-Thümmel, die sich schon bei der praktischen Arbeit am Bahnhof hervorgetan hat, eine tragende Rolle. Weitere Ansprechpartnerinnen sind Svenja Mix (Anlaufstelle Bürgerschaftliches Engagement der Stadt) sowie Sozialmanagerin Miriam Kohlsdorf für die SBV-Stiftung. Das Team wird in wöchentlichen Treffen – jeweils dienstags von 9.30 bis 11 Uhr im „KommRein“ – Strategien für die Zukunft entwickeln. „Jeder ist eingeladen, dabei zu sein. Wir wollen Institutionen, Hauptamt und Ehrenamtliche zusammenbringen, für deren Qualifikation sorgen, Arbeitsgruppen unterstützen, weitere Fördermöglichkeiten ausloten.“ Sie avisiert Veranstaltungen wie das 2. Forum Flüchtlinge am 20. September und die für den 1. Oktober geplante Messe „Engagiert in Flensburg“.

Raimund Dankowski liegt besonders am Herzen, Nachbarschaften zu stärken. „Das ist ja der eigentliche Stiftungszweck.“ Es solle jetzt gezieltes und nachhaltiges Sozialmanagement betrieben werden. „Das ist kein Strohfeuer, sondern als langfristiges Zusammengehen angelegt.“ Ganz im Sinne von Henning Brüggemann: „Wir wollen Bürgernähe ernst nehmen“, sagt der Bürgermeister. Und nennt exemplarisch das Solitüdefest und das Dockyard Festival: „Das ist das, was für mich Leben ausmacht in einer Stadt.“



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