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FSJ in der Diako : Engagement zum Reinschnuppern

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Über 100 junge Leute beschäftigt die Diako gerade im freiwilligen sozialen Jahr (FSJ) – es gibt noch freie Plätze, und ein Einstieg ist jederzeit möglich.

Flensburg | Sein Fernziel ist das Medizin-Studium. Und Kijan Khazeifi ist auf dem besten Weg dorthin. Der 19-Jährige hat nach der Schule ein freiwilliges soziales Jahr (FSJ) in der Zentralen Notaufnahme der Flensburger Krankenhäuser gemacht und im Anschluss im April die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger an der Diako begonnen. Im FSJ habe er EKGs geschrieben und Zimmer vorbereitet für den nächsten Notfallpatienten. Ihm habe insbesondere das Miteinander gefallen im Team und die schnelle Versorgung der Patienten, „denen es schlagartig besser“ ging.

Die Motivation der Freiwilligen habe sich etwas verschoben, sagt Ulrike Hinrichsen. Heute diene ein solches FSJ häufig zur Überbrückung und zur Orientierung, stellt die stellvertretende Pflege-Direktorin fest. Jeder, der sich bewirbt, werde zum Vorstellungsgespräch eingeladen, betont Hinrichsen und gibt zu, dass die Diako ihr Interesse an Nachwuchsförderung verfolge.

Nützlich sei es für beide Seiten, sagt Christiane Lorenzen. Man müsse neun Jahre die Schule besucht haben und 16 Jahre alt sein, nennt die Leiterin des Referats Freiwilligendienste im ökumenischen Bildungszentrum für Berufe im Gesundheitswesen (Öbiz) zwei zentrale Bewerbungsvoraussetzungen. Bis zu 150 Plätze – darunter zehn als Bundesfreiwilligendienst – könne die Diako jedes Jahr vergeben: im Krankenhaus und in der Pflege, in Altenheimen, in Fach- und Suchtkliniken sowie Kindereinrichtungen. Zum August seien 99 Stellen besetzt gewesen, jetzt über hundert, weiß Lorenzen, „weil wir übers ganze Jahr einstellen“. Freie Stellen gebe es derzeit „noch überall“, etwa im Krankenhaus, an der Friholt-Schule oder im „Lichthof“ in Hürup, einer Wohngemeinschaft für demente Menschen. Zum Oktober dürfte das Kommen und Gehen nachlassen, wenn die letzten Nachrücker einen Studienplatz oder eine Ausbildung bekommen haben.

Die 19-jährige Sina hat gerade ihr FSJ angefangen in der Psychiatrie und liebäugelt mit einem vielseitig einsetzbaren Psychologie-Studium danach. Ihren Nachnamen möchte die 19-Jährige lieber nicht in der Zeitung lesen. Schon jetzt habe sie diverse Krankheitsbilder kennen gelernt, überprüfe die Vitalzeichen der Patienten oder darf sich zu Gruppensitzungen gesellen.

„Man ist ganz normaler Kollege“, hat auch Anna-Lena Heiland schon festgestellt. „Weil ich in Erwägung ziehe, die Ausbildung zu machen“, hat sich die 20-Jährige aus Satrup für ein FSJ entschieden. Die Praxis-Teile wechseln sich ab mit Seminar-Tagen. Gerade werde im Ethik-Seminar der Tod thematisiert, berichtet Heiland, und dass sie sich davon einen besseren Umgang damit verspricht, sollte ein solcher Fall mal eintreten. Auf der Privatstation der Diako gefällt ihr, dass diverse Fachrichtungen vertreten sind.

344 Euro und einen Mietzuschuss bekommen FSJ-ler. „Besser als nichts“, sagt Vincent Wiredu mit einem Lächeln. Der 19-Jährige stammt aus Ghana, ist seit neun Jahren hier und sagt, er musste zunächst einmal Deutsch lernen. Er möchte über das FSJ ebenfalls in die Ausbildung zum Gesundheits- und Krankenpfleger gleiten. Der Vorgänger-Jahrgang hat ein Video gedreht darüber, was die nächsten Freiwilligen erwartet. Es ist das meist geklickte Video im „Diako-Youtube-Kanal“.

 

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erstellt am 15.Sep.2015 | 16:00 Uhr

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