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Artefact Glücksburg : Energiewissenschaften: Solarautos statt Excel-Tabellen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

21 Erstsemester mit überraschenden Erkenntnissen beim Wochenendseminar im Glücksburger Artefact-Zentrum.

shz.de von
erstellt am 10.Mai.2017 | 05:22 Uhr

„Das macht mehr Spaß als BWL zu pauken“ – darin waren sich die 21 Erstsemester einig, die ein Wochenendseminar im Glücksburger Artefact-Zentrum verbracht haben. Statt Excel-Tabellen zu Börsenstrom-Preisen standen konkrete Projektberichte und Firmenporträts, zum Teil von ehemaligen Studenten, an, ein Praxis-Workshop im Solarauto-Bau und der Austausch mit acht Studenten höherer Semester des Studiengangs Energiewissenschaften (EWI), die das Wochenendprogramm zum wiederholten Mal organisiert hatten.

Als die Studiengänge Energie- und Umweltmanagement, Regenerative Energietechnik und Elektrotechnik noch parallel an der damaligen Fachhochschule Flensburg existierten, war aufgefallen, dass besonders in den eher theorielastigen Grundsemestern die Abbrecherquote hoch war.

Aus der Fachschaft kam die Idee, dass ehemalige Studenten ihre Erfahrungen mit Studieninhalten aus dem Blickwinkel ihrer Berufspraxis einbringen. Der Förderverein ehemaliger FH-Studenten konnte ebenso zur Unterstützung gewonnen werden wie das Zentrum für nachhaltige Entwicklung Artefact als Veranstaltungsort. Die Idee kam so gut an, dass nun alljährlich frühere Erstsemester selbst als Teamer das Programm oder das Küchenmanagement planen.

Schon gesetzt im Programmablauf ist dabei stets eine Führung durch das Artefact-Zentrum, das selbst vor 30 Jahren aus der Initiative von Dozenten und Studenten der damaligen Pädagogischen Hochschule Flensburg heraus entstand und nach wie vor von vielen Studiengängen für Praktika und Exkursionen genutzt wird.

Welche beruflichen Perspektiven sich den zukünftigen Energiewissenschaftlern bieten, zeigen die Vorträge, die an den beiden Tagen gehalten werden. Die referierenden Projektmanager von Stadtwerken oder Windkraftfirmen sind in vielen Fällen ehemalige Studenten, die aus der Praxis berichten.

Diesmal brachten die Firmen WKN, GP JOULE und Bilfinger ihr Wissen und auch einen Zuschuss zur Finanzierung der Veranstaltung ein.

Ein weiteres Highlight des Wochenendes war wie schon früher ein Workshop zum Bau kleiner Solarautos. „Auch für uns ist dieser Workshop immer wieder ein Motivationsschub, sehen wir doch, dass Engagement ansteckend sein kann und dass diejenigen, die sich hier einbringen, auch anderweitig Erfolg haben“, freute sich Werner Kiwitt von Artefact. Er war vor 25 Jahren selbst über das Studium angepasster ländlicher Technologien an der damaligen PH nach Flensburg gekommen.

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