zur Navigation springen

ein neues Viertel entsteht : „Endlich kommt Leben nach Glücksburg“

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

An der Bahnhofstraße werden sieben neue Häuser gebaut. Im Ärztehaus sind eine Schwimmhalle und eine Alten-WG entstanden.

Glücksburg | An der Glücksburger Bahnhofstraße 9 wird seit einem Jahr gebaut. Jetzt steht die Lieferung der Wände für das letzte der drei neuen Häuser an, das am dichtesten an der Straße liegt. Für die Anlieferung wird ab kommenden Dienstag die Bahnhofstraße für drei bis vier Tage halbseitig gesperrt.

Die Investoren, darunter BHS Rübsteck GmbH, sind dabei, sechs Stadthäuser und ein Wohnhaus mit sechs Wohnungen auf dem Gelände eines früheren Supermarktes zu errichten (wir berichteten). Die neuen Gebäude stehen zum Teil auf dem früheren Kellergeschoss und durften daher nicht schwer sein. Man entschied sich für den sogenannten Holzrahmenbau.

Auf 2824 Quadratmetern entstehen 1188 Quadratmeter Wohnraum. Sechs Meter – das ist der gesetzlich vorgegebene Mindestabstand – herrscht zwischen dem mittleren und den jeweils angrenzenden Häusern. Die Fertigstellung der insgesamt zwölf Wohneinheiten soll Mitte Mai bis Ende Juli erfolgen.

Zusätzlich baute die Gesellschaft rund um das Ärztehaus an der Bahnhofstraße 5 zehn neue Wohnungen. Diese Wohnungen sind gerade bezugsfertig und bis auf ein 115 Quadratmeter großes Penthouse alle bereits vermietet. Im Zuge des Umbaus des Ärztehauses entstand auch eine Schwimmhalle für Fitness-Kurse im Wasser, eine Praxis für Krankengymnastik und eine Alten-WG für fünf Personen.

Inzwischen gibt es in der Bevölkerung viele Meinungen über die Bauten nahe der Kirche. „Alle, die mich besuchen, sind überrascht, wie dicht die Gebäude stehen“, sagt eine Nachbarin. Eine ihrer Besucherinnen habe den Begriff „Legebatterie“ verwendet. Anderer Meinung sind die Eigentümer des Hauses Bahnhofstraße 7. Ihr Haus steht mitten im Baugeschehen. Fragt man dort nach, erhält man positive Resonanz: „Endlich kommt wieder Leben in diesen Teil Glücksburgs“, sagt Rosi Hansen. Architekt András Zsiray bestätigt einen sehr freundlichen nachbarschaftlichen Umgang. „Die Nachfrage an Wohnraum ist da“, erklärte Investorin Andrea Rübsteck ihr Vorhaben zu Baubeginn.

Von einer weiteren Idee der Investoren ist in Glücksburg die Rede: Sie hätten den Alten Bahnhof sanieren und sich verpflichten wollen, die Bücherei zu unterhalten. Entsprechende Voranfragen bei der Stadt seien aber auf Ablehnung gestoßen. András Zsiray redet offen darüber. „Manchmal muss man sich eben hinstellen und die Hosen runterlassen“, sagt er verärgert. „Die Stadt hätte das Gebäude mit Bücherei schon längst retten können, wenn sie auf den Vorschlag der Investoren eingegangen wäre“, ist er sich sicher. Stattdessen lasse man es weiter rein regnen und die Öffnungszeiten der Bücherei würden weiter verkürzt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen