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Baugebiet in Flensburg : Endlich geht's los am Wasserturm

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Erster Spatenstich für das Baugebiet mit 165 Wohneinheiten in bester Innenstadtlage: Vier Investoren machen gemeinsame Sache.

shz.de von
erstellt am 02.Apr.2014 | 08:15 Uhr

Es hat lange gedauert bis zum Baubeginn. Vor zehn Jahren, schätzt Oberbürgermeister Simon Faber, wurde der Planungsprozess gestartet. Eine Baugenehmigung gibt es zwar immer noch nicht, aber sicherheitshalber wurde im sehr ambitionierten Baugebiet am Wasserturm schon mal der erste Spatenstich getan und gefeiert.

So gut wie derzeit wird der Ausblick von der Flensburger Filet-Fläche im Eck zwischen Lautrupsbach und Mürwiker Straße nie wieder sein. Das frühere Kleingartenareal ist komplett freigeräumt, keine zwei-, drei- oder vierstöckigen Häuser versperren den Blick. Der Wasserturm thront über allem, und ganz in der Ferne im Südwesten sieht man sogar sein Pendant an der Mühlenstraße. Was man auch sieht: Flensburgs jüngstes und vielleicht auch schönstes Neubaugebiet rückt den Hausbesitzern an der Mürwiker Straße mächtig dicht auf die Pelle.

Schon im Mai soll es mit den ersten Gebäuden im Süden des Areals losgehen. Sie sind aufwendig, weil es dort durchgehende Tiefgaragen unter mehreren Häusern geben wird. Sukzessive wandern die Bautätigkeiten gen Norden. In gut einem Jahr können nach derzeitigen Plänen die ersten Bewohner einziehen, schätzt Architekt Axel Waltje (Asmussen & Partner).

Die große Vielfalt an Investoren baut am Wasserturm die große Vielfalt an Häusern. Keines gleicht dem anderen exakt, dennoch soll die Bebauung auf der drei Hektar großen, nach Südosten geneigten Fläche wie aus einem Guss erscheinen. Nach der Grundsteinlegung konnte man sich im SBV-Begegnungshaus an der Mürwiker Straße einen Eindruck verschaffen. Dort gab es nicht nur Muster der Verblendsteine zu begucken und befühlen, sondern auch Ansichten der Einfamilien-, Doppel- und Mehrfamilienhäuser zu sehen. „Die Zeichnungen sind toll“, sagte Oberbürgermeister Faber auf dem Baufeld.

Neben dem Selbsthilfebauverein sind die Flensburger Unternehmen Bauplan Nord und Höft im Investorenquartett vertreten; Viertel im Bunde und erst seit kurzem dabei ist die Kieler Wohnungsbau-Genossenschaft (WoGe), die ab Frühjahr nächsten Jahres 27 der 77 Wohnungen im Norden des Areals bauen und nach Fertigstellung zu Kaltmieten zwischen 8,50 und neun Euro vermieten möchte.

Schon lange steht fest, dass die Stadt die frühere Kleingartenfläche für Wohnzwecke nutzen möchte. Es dauerte jedoch mehrere Jahre, bis man sich mit dem privaten Eigentümer der Fläche einig darüber wurde, wie das geschehen soll. Aus dem politischen Raum kam der Wunsch nach etwas Besonderem – ein Wettbewerb musste her. Ein dänisches Büro gewann ihn mit einem kühnen Entwurf, für den sich jedoch kein Investor fand. Vor 18 Monaten dann sprangen die von vielen anderen Projekten bekannten Flensburger Akteure in die Bresche – es konnte losgehen am Wasserturm.

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