zur Navigation springen
Flensburger Tageblatt

18. Oktober 2017 | 13:29 Uhr

Mittelangeln : Einzelhandel kommt in Bewegung

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Aldi will sich in Mittelangeln an neuem Standort vergrößern.

Satrup | Die Einzelhandelsstrukturen in der Gemeinde Mittelangeln kommen in Bewegung. Der neben Edeka und Rossmann im Angelner Einkaufspark vertretende Discounter Aldi möchte sich vergrößern und plant, da dies im derzeitigen Bereich nicht möglich ist, einen Neubau nördlich der Mühlenstraße und östlich des bestehenden Bekleidungsdiscounters Kik. Entstehen soll ein Markt mit einer Verkaufsfläche von 1300 Quadratmetern. Daneben soll ein Fachmarkt, in der Planung wird von einem Drogeriemarkt gesprochen, mit einer Verkaufsfläche von 700 Quadratmetern gebaut werden.

Bereits in der Bürgerfragestunde hatte Eric Detert, Inhaber des Edeka-Marktes, erhebliche Bedenken gegen einen neuen Einzelhandelsstandort mit angeschlossenem Fachmarkt deutlich gemacht. Mit seiner Sichtweise ist Detert nicht alleine. Auch die Landesplanung sieht das Projekt vielfältig und teilt in einer vorläufigen Stellungnahme seine Sichtweise mit. Grundsätzlich sind in Mittelangeln Einzelhandelseinrichtungen bis zu einer Größe von 2000 Quadratmetern möglich. Und: Neue Geschäfte dürfen die Versorgungsfunktion bestehender Versorgungseinrichtungen nicht wesentlich beeinträchtigen. Die Gemeinde wird aufgefordert, im Rahmen ihrer Planungshoheit eine entstehende Dezentralisierung der Nahversorgung abzuwägen. Eindeutig ist die Aussage der Landesplanung, keinen Raum für zwei Drogeriemärkte in Mittelangeln zu sehen. Der bestehende Standort des Drogeriemarktes wird als der geeignete angesehen.

Die Gemeinde Mittelangeln ist vor dem Hintergrund der bestehenden Nahversorgungsstrukturen gefordert, die durch den Umzug von Aldi entstehende Nachfolgesituation im Bereich Angelner Einkaufspark in ihren Planungen zu berücksichtigen. Die Landesplanung setzt ihren Fokus auch auf die Zukunft des bestehenden Edeka-Marktes und weist darauf hin, die frei werdenden Flächen für Edeka nur bis zu einer Größe von insgesamt 2000 Quadratmetern genehmigen werde. Abschließend, so die Landesplanung, sollte die Gemeinde ein Gesamtkonzept erstellen lassen – in dem alle Auswirkungen und
auch die Tragfähigkeit der Standorte analysiert werden müssen.

Bürgermeisterin Britta Lang machte deutlich, dass die Gemeinde mit dem Startschuss für die Planung lediglich signalisiere, dass sie einer Vergrößerung des Aldi Marktes positiv gegenüber stehe. Details werden im weiteren Verfahrensablauf von der Gemeindevertretung bewertet und in die Planungen einfließen. Da die Gemeinde auf Initiative der Bürgermeisterin in das

Programm Städtebauförderung für kleine Gemeinden aufgenommen wurde, sieht Britta Lang Möglichkeiten den Angelner Einkaufspark positiv weiter entwickeln zu können.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen