Stadtteile in Flensburg : „Einmal Rude – immer Rude“

In sich geschlossen: Der Stadtteil Rude – hier am Lundweg – wirkt wie ein kleines Dorf für aktuell 4067 Bewohner.
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In sich geschlossen: Der Stadtteil Rude – hier am Lundweg – wirkt wie ein kleines Dorf für aktuell 4067 Bewohner.

Teil 10 der Stadtteilserie: Das Forum im Süden der Stadt will das Anwohnerparken nochmals und den Bedarf für eine Begegnungsstätte thematisieren

shz.de von
06. Januar 2017, 07:00 Uhr

Seit zwei Jahren ist in Flensburg geregelt, wie und wann die Stadtteilforen als politische Vertretungen der Quartiere eingebunden werden müssen. Seit diesem Jahr nun engagiert sich in jedem Stadtteil mindestens ein Forum. Grund genug für das Tageblatt, Bilanz zu ziehen und zu fragen, wo im Stadtteil der Schuh drückt. Ergänzt wird der Stadtteil-Überblick durch Daten des gerade vorgelegten Sozialatlas 2016. Zu beachten ist, dass die Gebiete, um die sich verschiedene Foren kümmern, nicht immer mit den Verwaltungsgrenzen der Stadtteile übereinstimmen. Heute: das Rude-Forum.

Was ist das Besondere an Ihrem Viertel, das es von allen anderen unterscheidet?

Das Quartier / Wohngebiet Rude liegt innerstädtisch sehr zentral und wirkt aufgrund seiner „Abgeschlossenheit“ wie ein eigenes kleines Dorf. Viele Rudeaner sind dem Stadtteil bereits seit Kindestagen verbunden und wohnen seither auf der Rude. „Einmal Rude, immer Rude.“

Auf welchem Gebiet hat sich im Viertel 2016 etwas bewegt?

Beim energetischen Quartierskonzept „Auf der Rude“. Es wurde ein Quartiersbüro eingerichtet, wo sich die Bewohner der Rude über den Klimaschutz informieren können. Sprechzeiten hierfür sind jeden Donnerstag zwischen 16 und 19 Uhr (http://klimapakt-flensburg.de/rude/). Die Spielgeräte des öffentlichen Spielplatzes Ecke Merveldstraße/ Diblerstraße wurden teilweise erneuert, und es wurden zwei große Bäume gefällt, sodass sich jetzt wesentlich weniger Krähen in den Bäumen aufhalten und der Spielplatz weniger verkotet wird.

Was ist dagegen das größte Thema, das 2016 im Stadtteil liegen geblieben ist?

Das Thema Anwohnerparkplätze und der Straßenraum Husumer Straße – Einmündung zur Bleiche. Leider wurde das Forum nicht einbezogen, als die Straßendecke in diesem Kreuzungsbereich neu gemacht wurde. Hier gibt es alte Vorschläge zur Verbesserung der Abbiege- und Straßengestaltung.

Wie soll es mit diesem Thema weitergehen, wie könnte es vorankommen?

Im Jahr 2017 wollen wir das Thema nochmals neu aufgreifen. Des Weiteren könnte sich das Thema Anwohnerparken durch die Neubauveränderung in dem Straßenzug Rude mit Tiefgarage auch durch weniger sichtbare parkende Autos entspannen.

Welches weitere Thema wollen Sie in diesem Jahr anpacken?

Thema „Begegnungsstätte“ auf der Rude: Es wird im Rude-Forum diskutiert werden, ob eine „Begegnungsstätte“ auf der Rude sinnvoll wäre, inwiefern ein Bedarf besteht beziehungsweise, ob sie ausreichend genutzt werden würde.

Was wünscht sich Ihr Stadtteilforum von der künftigen Oberbürgermeisterin?

Das Rude-Forum würde sich sehr wünschen, wenn es wieder eine „Stadtteil-Polizeistation“ gäbe.

Was wünscht sich Ihr Stadtteilforum von der Politik?

Weiter eine gute Einbindung in die Themen des Stadtteils, eine weiterhin vertrauensvolle Zusammenarbeit.

Welches Thema in Ihrem Stadtteil hätte mehr Aufmerksamkeit verdient?

Wie in 2015, die Schaffung einer fußläufigen Anbindung des Bahnhofs an die Rude. Zum Beispiel durch die Herstellung eines Aufzuges zur Schleswiger Straße oder durch einen Durchstich des Bahnhof-Tunnels nach Süden. Morgen: Altstadt

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