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Fördeschifffahrt : Einmal Ochseninseln und zurück

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Drei Fördeskipper bieten Schiffstouren auf der Flensburger Förde an – auch während der Feiertage

shz.de von
erstellt am 19.Apr.2014 | 08:13 Uhr

Das Ausflugsschiff Jürgensby ist nach mehrjähriger Kai-Ruhe wieder repariert. Doch für Hans-Peter Ketelsen ist das alte Fördeschiff inzwischen zu teuer geworden. Er will Verkaufsverhandlungen in Kürze abschließen.

„Ich bin 2010 bis 2011 mit ihr gefahren. Doch die Flensburger habe es nicht angenommen“, sagt Ketelsen im Nachhinein. Er habe den Einwohnern und ihren Gästen Nostalgie bieten wollen, das Schiff zu dem Zweck damals aus Eckernförde geholt. Nach großem Bahnhof zur Begrüßung war aus verschiedenen Gründen kein Geschäft mehr zu machen.

Gegen die geplante Tour nach Sonderburg hätten sich damals die Dänen gesperrt. Das dann anvisierte Ziel Langballigau sei von Urlaubern und Flensburgern überhaupt nicht angenommen worden. Und so drehte Ketelsen mit der 1966 gebauten Jürgensby die Runden, die er mit seinem Ausflugsschiff Möwe ohnehin fährt, nämlich um die Ochseninseln.

Seit 2000 ist Hans-Peter Ketelsen mit der Möwe auf der Förde unterwegs. „Das 1952 gebaute Schiff ist so alt wie sein Kapitän“, schmunzelt der 62-Jährige, der ab Mai täglich vier Fahrten (105 Minuten) anbieten wird – ausgenommen Charterfahrten wie für Trauungen oder Seebestattungen. Für solche Fälle verlasse er den Fahrplan (www.fahrgastschiffe-flensburg.de).

Bis zu den Ochseninseln fährt Christian Matthias Hansen nicht. Dafür legt der Kapitän mit seiner Flora II in Sonwik und an der Marineschule an. Die 45-minütige Rundfahrt bietet zwölf Touristen und Einheimischen nicht nur die optischen Reize der städtischen Küstenstriche. „Wir erzählen viel zum Hafen und der Marineschule“, sagt Hansen, der seit zehn Jahren seine Flora führt. Mit dem Fahrgastschiff ist er das Jahr über an Wochenenden und Feiertagen unterwegs. Vom 16. Juni bis zum 15. September geht es täglich auf die Flensburger Förde hinaus (www.flensburger-faehr-betrieb.de).

Mit frischem Anstrich und aufbereiteten Bänken ist die Viking unterwegs. Jens Görrissen ließ sein Schiff in einer Kieler Werft überholen. Einige Arbeiten übernahm er selbst. „Bei den Bänken an Deck habe ich die Holzbretter durch Kunststoffauflagen ersetzt“, sagte der Eigner. Im Salon erhöhte er die Sitzgelegenheiten um sechs Zentimeter. „Damit die Leute besser sitzen“, so seine Erklärung.

Seit Anfang April schippern Görrissens vier Kapitäne wieder Fahrgäste über die Flensburger Förde. Von der Fördebrücke aus (Schiffbrücke) geht es im Uhrzeigersinn um die Ochseninseln herum bis nach Glücksburg und wieder zurück.

50 Minuten dauert die Fahrt bis an die Brücke am Glücksburger Kurparkstrand. Zurück geht es schneller. Insgesamt dauert die Fahrt 105 Minuten.

Seit 2007 ist der Flensburger mit der Viking im Flensburger Fahrgastgeschäft. Die ersten zwei Jahre noch als stiller Teilhaber dabei, übernahm Görrissen 2009 die Viking, als sich der frühere Eigner zur Ruhe setzte. 240 Fahrgäste haben auf dem 36 Meter langen Motorschiff an Deck und im Salon Platz und erhalten vor allem während der Hinfahrt Hinweise auf Stadt und Hafen und Küste (www.viking-schifffahrt.de).

 

 

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