Süderbrarup : Einmal das Riesenrad von Brarup-Markt steuern

Die neunjährige Lara Klosz durfte unter der Aufsicht von Otto Cornelius das Riesenrad steuern.
Die neunjährige Lara Klosz durfte unter der Aufsicht von Otto Cornelius das Riesenrad steuern.

Die Teilnehmer der Backstagetour erlebten den Jahrmarktbetrieb aus der Perspektive der Schausteller.

shz.de von
28. Juli 2018, 12:00 Uhr

Süderbrarup | Leuchtende Augen und glückliche Teilnehmer: Die achte Backstagetour auf Brarup-Markt war ein großer Erfolg. Die Glücklichen, denen das Los eine Teilnahme beschert hatte, waren ganz begeistert, einmal die Welt hinter den glitzernden Kulissen kennenlernen zu können.

Otto Cornelius, Besitzer des Riesenrades, erklärte den Besuchern, wie ein Riesenrad transportiert und aufgebaut wird. Über die Arbeitszeiten eines Schaustellers klärte sie der Besitzer des nostalgischen venezianischen Pferdekarussells auf. Er und seine zwei Söhne hatten in den letzten drei Tagen gerade einmal sechs Stunden geschlafen. „Man muss schon mit dem Herzen dabei sein, um den Beruf ausüben zu können“, erklärte Michael Wundsam, Besitzer eines Süßwarenstandes, der als Schausteller die Backstagetour führte.

Für die Tourteilnehmer gab es viel zu sehen – und sie konnten sogar selbst Hand anlegen: Nach der Begrüßung durch Süderbrarups Bürgermeister Friedrich Bennetreu, durfte die neunjährige Lara Klosz zum Beispiel alleine das Riesenrad steuern. Und wer wollte, konnte eine Probefahrt im Wellenflieger machen. Ältester Teilnehmer war mit 94 Jahren Karl-Heinz Petersen aus Süderbrarup. Er stellte auch gleich noch einen anderen Rekord auf: Er war mit Sicherheit der älteste Teilnehmer am Mausefallen-Spiel, der einen Punkt gemacht hatte.

Am Churra-Stand probierten die Teilnehmer das erstmals auf Brarup-Markt frisch frittierte spanische Spritzgebäck. Außerdem weihten Schausteller sie in die Qualitätskriterien der Pizza-Herstellung ein. Die Besucher bewunderten die aufblasbaren Motorboote beim Beachclub und ließen sich das Laufgeschäft „verrückte Farm“ erklären.

„Es war ein unvergessliches Ereignis“, sagte Jaqueline Hess aus Schnarup-Thumby, die erst im letzten Moment als Nachrücker in die Tour aufgenommen wurde. Nach drei Stunden sehe sie die Welt der Schausteller jetzt mit anderen Augen.

„Ich habe mir einen vollkommen falsches Bild von den Besitzverhältnissen der Schausteller gemacht“, sagte Kevin Huber aus Nürtingen. Er macht zurzeit Urlaub in Angeln und habe immer nur die Autos der Schausteller gesehen und daraus ihren Reichtum abgeleitet. Dass sie diese bräuchten, um mit ihren schweren Anhängern pünktlich und sicher von einem Ort zum anderen zu kommen, sei ihm erst bei der Führung klar geworden.

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