Studium in deutsch-dänischer Region : Einen Tag in Sonderburg studieren

Tolle Lage: Das Alsion direkt am Alsensund feierte im vergangenen Jahr 10. Geburtstag. Und es soll noch wachsen: Es existieren bereits konkrete Pläne für ein neues Center for Industrial Electronics auf 4000 Quadratmetern unmittelbar südlich des heutigen Alsion (links).
Tolle Lage: Das Alsion direkt am Alsensund feierte im vergangenen Jahr 10. Geburtstag. Und es soll noch wachsen: Es existieren bereits konkrete Pläne für ein neues Center for Industrial Electronics auf 4000 Quadratmetern unmittelbar südlich des heutigen Alsion (links).

Anneke Schoen ist durch den „Study Try-Out“ zum Studium an die Syddansk Universitet gekommen: Nächste Gelegenheit am 3. Februar

shz.de von
30. Januar 2018, 12:15 Uhr

„Wow, hier möchte ich studieren!“ Das dachte sich Anneke Schoen, als sie vor zwei Jahren die Syddansk Universitet (SDU) in Sonderburg beim damaligen Study Try-Out besuchte. Study Try-Out ist eine Veranstaltung, bei der Jugendliche aus Deutschland auf der anderen Seite der dänisch-deutschen Grenze einen kostenlosen Studientag erleben können. Zum achten Mal öffnet die SDU Sonderburg am 3. Februar für deutsche Studenten zum Study Try-Out ihre Türen – von 9.30 bis 17.30 Uhr.

Die Finanzpolitiker in Kopenhagen hatten Dänemarks Hochschulen in den vergangenen Jahren Zentralisierung verordnet. Seitdem werden die Sozial- und Gesellschaftswissenschaften in Sonderburg nur noch als An-Institute von Kolding und Odense geführt. Folge: Die Zahl der Studierenden schrumpfte von gut 1800 bis auf 1200, während sie in Flensburg zuletzt von 8900 auf fast 10 000 wuchs. Seitdem die SDU beschlossen hat, den Campus weiterzubetreiben, soll der Verlust an Studierenden anderer Gebiete nun durch mehr Ingenieursstudenten kompensiert werden. Neben der Mechatronik sollen vor allem im Elektronikbereich Studierende gewonnen werden.

Anneke Schoen wollte eigentlich immer gern Sprachen lernen, doch heute studiert sie den Ingenieursstudiengang Innovation and Business – das hat sie keine Sekunde lang bereut. „Study Try-Out ist der Grund, warum ich heute an der SDU Sonderburg studiere. Ich hatte vorher noch nie von der Universität gehört. Ich habe einfach beim Study Try-Out mitgemacht“, erinnert sich die Studentin. Sie erzählt, dass die Atmosphäre und die Umgebung einen tollen Eindruck hinterlassen haben, aber vor allem war es das Treffen mit den Studenten, das sie überzeugt hat. „Jeder war unglaublich freundlich und nicht zuletzt ehrlich, wenn man nach etwas fragte. Sie haben nichts verschönert, und sie haben auch ehrlich zugegeben, dass das Studium ab und zu auch hart sein kann.“

Anneke Schoen ermuntert junge Menschen, das Angebot auszuprobieren, um einen kurzen Einblick in das Studienleben zu bekommen. „Es ist wichtig, alles selbst zu sehen, zu fühlen und zu spüren. Im schlimmsten Fall reist du kostenlos nach Dänemark und bekommst leckeres Essen.“ Die Veranstaltung ist kostenlos – das gilt auch für den Transport von und nach Hamburg und Kiel. Busse bringen die Teilnehmer aus Hamburg und anderen norddeutschen Städten nach Sonderburg. Hier werden Lehrer und ein Intro-Team, bestehend aus internationalen SDU-Studenten, sowohl für fachliche Fragen als auch den sozialen Austausch zur Verfügung stehen.

Das Programm beginnt mit einer Präsentation der von der SDU angebotenen Studiengänge. Später erhalten die Jugendlichen durch Workshops und Vorträge die Gelegenheit, die Lehrmethoden kennenzulernen, die auf Teamarbeit basieren. Der Tag endet mit einem Mittagessen und einer geführten Tour im gemütlichen Sonderburg.


Anmeldungen sind möglich unter: sdu.dk/STO. Weitere Auskünfte gibt Anja Maurer: mau@sdu.dk.

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