Talent-Campus "Stop-Trick-Labor" : Eine Woche Arbeit für dreieinhalb Minuten

Volle Konzentration: Kathrin und Micha müssen bei der Produktion eines Trickfilms ruhig auf einem Stuhl sitzen.
Volle Konzentration: Kathrin und Micha müssen bei der Produktion eines Trickfilms ruhig auf einem Stuhl sitzen.

An der Volkshochschule produzieren Kinder und Jugendliche selber Trickfilme im „Stop-Trick-Labor“.

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16. Juli 2014, 19:36 Uhr

Kinder, die ihren eigenen Trickfilm produzieren – das ist Teil des Ferienbildungsprogramms Talent-Campus. An diesem nehmen diese Woche 15 Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 14 Jahren an der Volkshochschule (VHS) teil und lernen das Animieren mit der Stop-Motion-Technik, eine Art aneinandergereihte Fotos. Eine Woche lang arbeiten die Kinder an dem Projekt „Stop-Trick-Labor“ zusammen mit Mareike und Björn Hollaender vom Animationsstudio Hollaender-Art aus Lüneburg.

Durch das Stop-Motion-Verfahren lernen sie, im Team aber auch selbstständig zu arbeiten. Foto für Foto lernen die Kinder so auch mit Frust umzugehen, konzentriert zu arbeiten und mit- und voneinander zu lernen. „Die Geduld wird dabei mal strapaziert“, sagt Nick (12), aber genau so soll der Trickfilm den Kindern Sozialkompetenzen vermitteln.

In Zusammenarbeit mit dem Jugendtreff Weiche und der Freiwilligen Jugendfeuerwehr Weiche wurde das Projekt organisiert. Es ist Teil des durch das Bundesbildungsministeriums geförderten Programms TalentCampus. Die Teilnahme und ein gemeinsames Mittagessen sind daher kostenlos.

Organisatorin Franziska Göttsche von der VHS ist begeistert, „dass die Jungen und Mädchen so motiviert dabei sind und sogar ihre erste Ferienwoche opfern.“

Mareike und Björn Hollaender beschäftigen sich beruflich mit ihrem Unternehmen Hollaender-Art mit „etwas anderen“ Teamtrainings – etwa beim „Stop-Trick-Labor“ an der VHS Flensburg. Mareike Hollaender gefällt dabei vor allem „der Moment, wenn der Funke bei den Kindern überspringt. Wenn der Gedanke brennt und alle das gleiche Ziel vor Augen haben.“

Die beiden Kursleiter unterstützen die Kinder hierbei mit ihrem Fachwissen, um die zahlreichen Ideen in Trickfilme zu verwandeln. „Dabei vergisst man auch mal, dass es ein Job ist, und arbeitet voller Elan daran, die Ideen mit den Kindern umzusetzen und Geschichten zu erzählen“, sagt Björn Hollaender.

Zum Abschluss der Projektwoche bekommen alle Kinder eine DVD mit dem etwa dreieinhalbminütigen Film und einem Making-Of. Jasper(12) freut sich genau darauf am meisten: Zu sehen, wie der Film nachher aussieht und was alle zusammen geschaffen haben.

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