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Bürgerforum : Eine Plattform für Mürwiks Interessen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Zusammenschluss von Bürgern aus Flensburgs größtem Stadtteil besteht seit 20 Jahren und sucht wieder Mitstreiter – Feierstunde am 19. September

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erstellt am 10.Sep.2013 | 18:30 Uhr

Zeit und Geld sind knapp. Das merken die Aktiven im Forum Mürwik seit längerem. Denn an Zeit mangelt es den Berufstätigen, Schülern und Studenten, die in der zehnköpfigen Gruppe kaum mehr vertreten sind. An Geld fehlt es dem Forum selbst. „Wir sind kein Verein, und so ist es umso schwerer, Mittel einzuwerben“, sagt Christina Maria Tröber. Sie gestaltet die Gemeinschaft mit und gehört zu den Sprechern des Forums.

Fast genauso lang wie Christina Maria Tröber (67), die als Pädagogin der Jugendeinrichtung Breedland 1993 die Anfänge mitmachte, ist auch Uwe Thiemann (75) dabei. Der pensionierte Berufssoldat kam über den Landessportverband zum Forum. Thiemann gesellte sich als Zuständiger des Programms „Sport gegen Gewalt“ in Flensburg 1994 hinzu.

Das Hauptaugenmerk der Akteure liegt auf dem Erörtern von Ideen. „Wir wollen nicht die Vereinsarbeit stärken“, erklärt Tröber, „sondern ein Forum für den Interessenaustausch sein.“ Dass es in der Vergangenheit in Mürwik nicht nur bei Worten geblieben ist, beweisen Einrichtungen wie das Jugendhaus „Pampelmuse“, der Bolzplatz an der Schule Friedheim und der Zebrastreifen auf der Osterallee in Höhe der Ostseeschule. Unter anderem an diesen Projekten hat das Forum mitgewirkt. Aktuell beschäftigen Vorhaben wie die geplante Umgestaltung des Twedter Placks und von Fahrensodde die Mürwiker Bewohner.

Trotz dieser aktuellen Projekte im östlichen Stadtviertel Flensburgs hat das Interesse an der Mitarbeit im Forum nicht zugenommen. Zehn Aktive bestimmen derzeit die monatlichen Treffen im Nachbarschaftszentrum Mürwik, Marrensdamm 19. „Früher waren es 20“, wirft Thiemann ein. Doch seit dem die Bundeswehr nicht mehr da sei, fehlte ein Teil der Fürsprecher.

Die Mürwiker können an jedem dritten Donnerstag ab 18.30 Uhr ihre Anliegen im Forum vorbringen und diskutieren lassen. So kam Hans-Jürgen Vosgerau (71) vor einigen Jahren dazu und verstärkt seitdem die Sprecherriege. Der pensionierte Verwaltungsbeamte wohnt seit fünf Jahrzehnten im Viertel und wünscht sich vor allem mehr Mitstreiter für das Forum.

Eine Möglichkeit, mal vorbeizuschauen, bietet das Forum am 19. September. Dann feiert die Gemeinschaft ihr 20-jähriges Bestehen. Interessierte und ehemalige Aktive sind ab 18.30 Uhr im Nachbarschaftszentrum St. Klara willkommen. Das Forum wird beim Genuss von Schnittchen und Getränken einen Überblick über bisher Erreichtes und die Entwicklung der Gruppe geben. Wer möchte, kann gern mit Erfahrungen zu Themen wie dem Stadt-Umbau West, den Wohnlotsen oder dem Projekt Fahrensodde beitragen. Die Hoffnung der Aktiven ist es, am Ende eine Liste mit Wunschthemen gefüllt zu haben. Die böten Stoff für spätere Diskussionsrunden mit dem Ziel, die Bürgerbeteiligung über das gesetzlich vorgegebene Maß fortzuführen. Damit könnte ein Bogen von der amtlich ausgerichteten Informationsveranstaltung bis zur eigentlichen Umsetzung gespannt werden, erklärt Tröber. Bürger und Ämter blieben miteinander im Gespräch.

Für die Feierstunden am 19. September bittet das Forum Mürwik kurzfristig um Anmeldungen bei Uwe Thiemann, Telefon 0461-38313, oder Christina Maria Tröber, Telefon 0461-32092. E-Mails sind an die Adresse das-forum-muerwik@gmx.de zu richten.

www.forum-muerwik.de

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