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Flensburger Tageblatt

18. Dezember 2017 | 00:43 Uhr

Eine Jolle unter den Veteranen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

shz.de von
erstellt am 19.Mai.2014 | 16:31 Uhr

„Wir haben stets davon gesprochen, dass der Verein auch über eine Jollen-Sammlung verfügen sollte. Jetzt ist die erste Jolle da“, sagt Kay Peters, Vorstandsmitglied des Vereins für klassische Yachten an der Hafenspitze in Flensburg. Im Januar 2005 ist der Verein gegründet worden. Fast zehn Jahre sind somit verstrichen, bis der Wunsch Wirklichkeit wurde. Die 18 Yachten des Vereins stammen alle aus dem Zeitraum 1912 bis 1960. Der Neuzugang ist ein „Pirat“ aus dem Jahr 1959.

Die Jolle ist auf der ostdeutschen Werft „VEB Yachtwerft Berlin“ gebaut worden. „Der Pirat war das klassische Jugendboot in Deutschland. Daher passt er richtig gut in unsere Yachten-Sammlung“, sagt Peters. Sein um einiges größeres Boot, die „Nicoline“, liegt ebenfalls im Klassiker-Hafen vor Anker.

Peters hat die Segeljolle in einer Anzeige entdeckt und sie vor fünf Jahren gekauft. Eine umfassende Reparatur war unbedingt notwendig: Der Schiffsrumpf hatte ein Loch.

Zudem erwies es sich als schwierig, die originalen Beschläge aufzutreiben. „Man kann sie zwar heute noch in Bronze kaufen, doch das hätte mehr als das ganze Boot gekostet“, sagt Peters. Er fand schließlich einen Schmied an der Westküste, der ihm neue Beschläge, beispielsweise für das Ruder, aus rostfreiem Stahl schmiedete.

Tagelang musste er das Boot mit Wasser durchtränken, bevor es ins Hafenbecken gehievt werden konnte.

Bis zu drei weitere Jollen sind auf dem Weg in den Verein am Flensburger Hafen, darunter ein neu gebauter Holz-Dinghy.

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