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IHK Flensburg: Ausbildungsbetrieb des Jahres : Eine Hymne an die Förde

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Flensburgs Tourismus-Agentur, Jacob Erichsen und Sport Tiedje aus Schleswig sind die Ausbildungsbetriebe des Jahres

Als Touristenstandort wird sich Flensburg nicht länger verstecken müssen. Beim Finale Ausbildungsbetrieb des Jahres gestern Nachmittag in der Industrie- und Handelskammer (IHK) trug Kerrin Matthiesen (28) von der Tourismus-Agentur Flensburger Förde (Taff) eine Hymne auf die Stadt und ihre Förde in Gedichtform vor. „Wir sind ein Gebiet, in dem sich das Glück steigert. Und jeder, der sich dagegen weigert. Gibt auf, wenn er durch die Rote Straße zieht. Die Höfe und Gassen mit seinen Augen sieht.“

Jeden Poetry Slam im Flensburger Kühlhaus oder sonstwo hätte die Auszubildende zur Kauffrau für Tourismus und Freizeit mit ihren Zeilen gewinnen können. Wie lange sie an diesen Versen gedichtet hat, wollte IHK-Sprecherin Petra Vogt wissen. „An einem einzigen Abend zwischen 20.30 Uhr und 24 Uhr Uhr“, berichtete die 28-Jährige. Es muss ein ziemlich schöner Flensburger Abend gewesen sein, der perfekt zum Motto der fünften Auszeichnung des IHK-Ausbildungsbetriebes der Jahres 2016/2017 passte: „Ausbildung. Mit Engagement“. Zum ersten Mal ermittelte die Kammer die Sieger per Online-Wahl via Handy am Ende der Veranstaltung. Insgesamt acht der 1400 Ausbildungsbetriebe zwischen Brunsbüttel, Sylt und Kappeln waren von einer Jury in drei Größenkategorien für das Finale in der Flensburger Kammerzentrale ausgewählt worden. Dort mussten sie sich mit ihren Azubis in einer bunten Ausstellungsrunde im Foyer und später im Festsaal mit ihren besonderen Initiativen und Leistungen präsentieren.

Um zu ermitteln, dass die Taff-Azubis sich bei den kleinen Unternehmen mit ihrer Präsentation durchsetzen würden, hätte es keiner Online-Wahl mehr bedurft: Kerrin Mathiesen und ihre Mitstreiterinnen wurden mit dem größten Applaus des Tages verabschiedet. „Glückswachstumsbetrieb“ heißt das Gedicht übrigens, das im Herzenswunscherfüller-T-Shirt vorgetragen wurde.

Die Taff-Auszubildenden waren indes längst nicht die Einzigen, die sich etwas einfallen ließen. Jacob Erichsen präsentierte sein neues Projekt „Treffpunkt junger Talente“, das von Landestheater und Museumsberg unterstützt wird und Projekten wie der grenzenlosen Ausbildung, Lehrstellenrallye und Bürgerwette folgt – und holte damit den ersten Platz bei den mittleren Unternehmen zwischen 50 und 250 Beschäftigten. In der Kategorie über 250 Mitarbeiter setzte sich Sport Tiedje aus Schleswig durch. Das Unternehmen mit rund 100 Mitarbeitern in der Schleswiger Zentrale eröffnet gerade die erste Dependance in Polen und hat mittlerweile mehr als 500 Beschäftigte in 73 Filialen – damit sei man in Europa Nummer eins bei den Heimfitnessgeräten.

Die Unternehmen machten immer häufiger die Erfahrung, dass es zum Problem werde, gute Fachkräfte zu finden, erklärte IHK-Präsident Uwe Möser. Als Gegenmittel empfahl er: „Am besten selbst ausbilden.“ Dass die derzeit rückläufige Zahl der Schulabgänger wieder steige, erwartet die IHK erst ab 2030. Die neue Kultusministerin Karin Prien gab sich als begeisterte Befürworterin der dualen Ausbildung zu erkennen. Für sie zeigt der Wettbewerb zweierlei: Erstens sei Ausbildung immer Teamarbeit, zweitens fördere die Übertragung von Verantwortung an die jungen Menschen soziale Kompetenz und Persönlichkeit. Der Auftritt der Dichterin aus der Tourismus-Agentur dürfte sie darin bestärkt haben. Text der Taff-Hymne: shz.de/flensburg

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erstellt am 14.Jul.2017 | 18:53 Uhr

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