zur Navigation springen
Flensburger Tageblatt

21. Oktober 2017 | 09:21 Uhr

Slessmynna : Eine Galionsfigur für Maasholm

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die neue Figur kostet 6000 Euro.

Maasholm | „Möge die neue Galionsfigur der ,Slessmynna‘ stets ein wachsames Auge auf den Hafen und seine Bootslieger haben, sie vor jeglichem Unglück bei Sturm und Wetter auf See und an Land bewahren.“ Das war der Wunsch von Maasholms Ehrenbürgermeister Horst Franzen bei der Enthüllung – und da pflichteten die, die zu diesem Ereignis gekommen waren, bei – allen voran Bürgermeister Kay-Uwe Andresen. Für den 83-jährigen Franzen ist der kommunalpolitische Ruhestand eher ein Unruhestand. Er hat das Geschehen in der Gemeinde fest im Blick und damit auch jene „Slessmynna“ – gleichbedeutend mit Schleimündung –, die längst zu einem Wahrzeichen der Schleigemeinde geworden ist.

Franzen nutzte die Enthüllung der neuen Galionsfigur an der Nordostspitze am Eingang zum Hafen zu einem Blick zurück. Als 1974 der Yachthafen eröffnet wurde, gab es bei den Verantwortlichen Überlegungen, als sichtbares Zeichen eine Hafenskulptur aufzustellen. Die beiden damaligen Hafenmeister Karl-Heinz Petersen und Rüdiger Hoffmann, beide gelernte Bootsbauer, schufen in einer Maasholmer Werft einen Kuttersteven ohne Beplankung und stellten ihn dort auf, wo er auch heute noch steht. Wasserbauunternehmer Ingo Jaich aus Arnis stiftete eine geschnitzte Galionsfigur. Franzen, damals Bürgermeister und Leiter des Hafenbetriebs, gab der Bootsskulptur den Namen „Slessmynna“. Bei seinem Blick zurück in die Historie kam er zu dem Schluss, dass sich die Skulptur auf geschichtsträchtigem Grund und Boden befindet. Ob die Schlagseite der „Slessmynna“ vor einigen Jahren nach einem schweren Sturm die kleine Ersatz-Galionsdame als Nachfolgerin der ersten beschädigte und diese wegen Brüchigkeit abgenommen werden musste, lasse sich, so Franzen, nicht mehr ermitteln. Was jetzt eingeweiht werde, sei eine neue, kräftige, Glück und Erfolg versprechende Galionsfigur.

Geschaffen hat sie der weltweit bekannte Galionsfiguren-Schnitzer Claus Hartmann aus Harriersand/Schwanwede in Niedersachsen. Ob „Gorch Fock“ oder „Alexander von Humboldt“: Hartmann war und ist ein gefragter Mann, wenn es um Galionsfiguren geht. Über 40 aus seiner Hand schippern mit ihren Schiffen über die Weltmeere – und eine steht nun fest an der Maasholmer Hafenschutzmole.

Natürlich hat diese Figur ihren Preis. Franzen warb 2500 Euro als Spenden ein, die Gemeinde bezahlte die restlichen 3500 Euro und tat dies, so Kay-Uwe Andresen, gerne. Schließlich sind der Kuttersteven namens „Slessmynna“ und die nun neue Galionsfigur ein viel beachteter Hingucker für alle, die Maasholm auf der Schlei ansteuern.





zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen