Peelwatt Flensburg : Eine eigene Ausfahrt für die Klinik

Die künftige Verkehrssituation rund um das geplante Klinikum: Die Osttangente bekommt jetzt doch einen eigenen Abzweiger zum Krankenhaus (Planstraße 1). Die frühere Straße Peelwatt soll stillgelegt werden. Der Weg zur Rad- und Fußgängerbrücke Peelwatt führt dann über die Planwege A und B.
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Die künftige Verkehrssituation rund um das geplante Klinikum: Die Osttangente bekommt jetzt doch einen eigenen Abzweiger zum Krankenhaus (Planstraße 1). Die frühere Straße Peelwatt soll stillgelegt werden. Der Weg zur Rad- und Fußgängerbrücke Peelwatt führt dann über die Planwege A und B.

Doch nicht der befürchtete Slalom durchs Gewerbegebiet Peelwatt: Direkte Abfahrt von der Osttangente geplant

shz.de von
28. März 2018, 20:51 Uhr

Es ging weder um die künftige Trägerstruktur noch um die spätere Architektur. „Heute geht es um den Bebauungsplan, nicht darum, ob die Diako oder das Franziskus das Sagen haben“, erklärte Planungsausschussvorsitzender Axel Kohrt. So verirrten sich am Dienstagabend rund 40 an der Bauleitplanung Interessierte in die Bürgerhalle des Rathauses.

Dabei hätte der kurze Abend zur „Planung für das neue Zentralkrankenhaus Peelwatt“ mehr Zuhörer verdient gehabt. In rekordverdächtigen 37 Minuten erläuterten Stadtplanungschef Peter Schroeders alle aktuell laufenden Prüfungen und Arbeiten. Dabei stellte sich schnell heraus, dass die im vergangenen Jahr aufgrund von zeitaufwendigen Absprachen mit dem Land für nahezu unmöglich gehaltene eigene Osttangenten-Abfahrt jetzt doch kommt. Nach ersten Verkehrsuntersuchungen ist die Hauptzufahrt durch das Gewerbegebiet Peelwatt im Süden doch verworfen worden: „Im Havariefall muss das Krankenhaus auch erreicht werden“, erklärte Schroeders dazu. Auch eine neue mächtige Brücke vom Munketoft auf der Nordseite sei geprüft, aber aufgrund des unverhältnismäßigen Aufwands und der Höhenunterschiede verworfen worden: „Man hätte einen Damm bauen müssen.“

Nach einem Termin mit dem Landesbetrieb Verkehr und Zählungen durch das Hannoveraner Büro SHP um Verkehrsplaner Jörn Jansen habe sich gezeigt: „Es funktioniert. Die Verkehrsmengen lassen eine Erschließung über die Osttangente zu“ – die Abfahrt für erwartete 5000 Autos pro Tag soll ziemlich genau in der Mitte zwischen Eckernförder Landstraße und Munketoft/Hochfelder Landstraße liegen.

„Wenn alles gut läuft“, so Schroeders, werde im Herbst 2020 mit den Arbeiten begonnen. Drei Sommer haben die 90 Kleingärten, von denen rund die Hälfte wegfallen wird, also noch. Allerdings stehe heute bereits ein Drittel der Parzellen leer.

Auch der Bach Peelwatt, der dem Gebiet seinen Namen gibt, wird jetzt doch nicht verlegt. Das hätte nach Schroeders Worten ein eigenes Planfeststellungsverfahren und unkalkulierbare Zeitverzögerungen zur Folge gehabt.

Aufgegeben werde dagegen die heutige Straße Peelwatt. Sie soll nur noch für die Kliniklogistik nutzbar sein. Der Weg zur Rad- und Fußgängerbrücke Peelwatt soll künftig über eine kleine Schleife östlich um das Klinikum über die Planwege A und B (siehe Grafik) führen.

Ein einziger Einwohner meldete sich bei der Versammlung zu Wort: Die Anwohner des nahen Neubaugebietes Hochfeld machen sich Sorgen um den wachsenenden Verkehrslärm auf der Osttangente und der Hochfelder Landstraße: Schon heute seien die Einwohner hellwach, wenn die Feuerwehr den Munketoft hinabfahre. Schroeders sagte dazu, dass die vorhergesagten Verkehrsmengen weder für die Osttangente noch für die Hochfelder Landstraße erreicht seien. „Das beruhigt uns sehr“, erwiderte der Hochfelder.

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