zur Navigation springen
Flensburger Tageblatt

26. September 2017 | 23:59 Uhr

Lindewitt : Eine E-Ladestation für Linnau

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Gemeinde Lindewitt unterstützt Vorhaben einer Interessengruppe von Windmüllern.

Lindewitt | Wie hoch dürfen künftig die Windkraftanlagen in Lindewitt werden? Mit dieser Frage wird man sich in der Gemeinde in naher Zukunft auseinandersetzen müssen. Konkret gilt dies für das Windfeld Linnau, wo einige alte Windkraftanlagen repowert werden sollen.

Nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz 2017 werden solche Maßnahmen ausgeschrieben. Den Zuschlag erhält der Bieter, der die geringste Einspeisevergütung für sich in Anspruch nehmen will. Dazu muss natürlich der Ertrag einer Anlage so groß wie möglich sein. Dieser resultiert nicht zuletzt aus Anlagenhöhe und Rotordurchmesser. Derzeit erscheint eine Höhe von 180 Metern und ein Rotordurchmesser von 140 Metern praktikabel. Doch 2012 hatte sich die Gemeinde in einem Grundsatzbeschluss für eine maximale Höhe von 150 Metern ausgesprochen. „Wir werden uns also mit dieser Frage beschäftigen müssen“, stellt Bürgermeister Wilhelm Krumbügel.

Die erneuerbaren Energien beschäftigen die Lindewitter noch auf andere Weise. Eine Interessengruppe um Windmüller Peter Jepsen aus Linnau hat die Vision, in jedem der sechs Dörfer der Gemeinde eine Ladestation für Elektroautos zu installieren und ein Carsharing-System einzurichten. Zunächst ist die Gründung eines Vereins angedacht und ein solches Unternehmen als Pilotprojekt im Dorf Linnau zu starten. „Man sollte hier testen, ob der Bedarf da ist oder geweckt werden kann“, schlägt Gemeindevertreter Owe Brodersen vor. Der Standort scheint günstig, da er in unmittelbarer Nachbarschaft zum neuen Wohnbaugebiet liegt, in dem sich nun vorwiegend junge Familien ansiedeln werden.

Für die Ladestation liegt bereits eine Genehmigung vor. Die Gemeinde wird sich um Fördermittel hierfür bemühen. Der benötigte Strom wird von den Windkraft-Gesellschaften kostenfrei zur Verfügung gestellt. Bis zur Umsetzung sind allerdings noch viele Detailfragen zu klären.

Eingehend befasste sich die Gemeindevertretung in ihrer jüngsten Sitzung mit der Problematik des geplatzten Breitband-Zweckverbandes im Amt Schafflund (wir berichteten). Es wurde beschlossen, am Beschluss zur Gründung eines Verbandes durch zehn Gemeinden festzuhalten. Weitere Handlungsoptionen will man sich nun in einem Meinungsaustausch mit dem Breitbandkompetenzzentrum eröffnen, der kurzfristig angestebt wird und, so die Hoffnung weitere Vorgehensweise aufzeigen wird.

Das Buswartehäuschen in Riesbriek, das auf einem Privatgrundstück steht, muss wegen eines Besitzerwechsels verlegt werden. Es kann auf dem Nachbargrundstück errichtet werden. In einem weiteren Beschluss wurde der Auftrag für eine neue Schmutzwasser-Sammelgrube für das Feuerwehrhaus in Kleinwiehe vergeben. Die bisherige hat keine Füllstandsanzeige, was dann immer in den unpassendsten Momenten zu Problemen führt.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen