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Flensburger Tageblatt

20. August 2017 | 08:45 Uhr

Ungewöhnlicher Gast : Eine Arche wird kommen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ein Schiff mit der Bibelgeschichte an Bord macht heute Abend am Westufer des Hafens fest und einen Monat lang Station in Flensburg

Premiere für Flensburg: Im Verlauf des heutigen Nachmittags wird ein ungewöhnliches Schiff am Westufer der Fördestadt festmachen. Ohne Motor, ohne Segel, aber gewaltig groß: Die Arche Noah ist 70 Meter lang, zehn Meter breit und stattliche 13 Meter hoch. Damit dürfte sie, bis auf die fast identische Höhe, etwa die Hälfte der Ausmaße haben, wie sie in der Bibelgeschichte dargestellt werden.

Sie beherbergt jedoch nicht, wie man vermuten könnte, jeweils ein Paar sämtlicher Tierarten, um deren Fortbestand zu sichern, ist auch nicht ein Vorbote der Sintflut. Auf vier Etagen und 2000 Quadratmetern wird hier anhand hölzerner Figuren die Heilige Schrift erlebbar. „Sie stammen von Künstlern und Handwerkern aus der ganzen Welt“, sagt Eigentümer Aad Peters (57), der mit seiner Mitarbeiterin Miriam Schäpik (32) seit nunmehr zweieinhalb Jahren Häfen wie Rotterdam, Cuxhaven oder Hamburg (beim diesjährigen Elbjazz Festival) ansteuert. Allein im Kölner Rheinauhafen strömten 70 000 Besucher zum „ersten schwimmenden Bibel-Erlebnispark Europas“, wie Aad Peters seine Attraktion anpreist. Nun also Flensburg – einen Monat lang.

Peters ist Theater- und TV-Produzent, Puppenspieler und Publizist; er hat das Schiff innerhalb von sieben Monaten mit 50 Mitarbeitern umgebaut. 2,5 Millionen Euro hat er nach eigenen Angaben zu diesem Zweck in die Hand genommen. „Ich will die Bibel als Teil unserer Kultur anschaulich machen“, umreißt der Niederländer seine Intention. „Wenn man seine eigene Kultur kennt, ist es einfacher, auch andere zu verstehen.“

Und so begegnen den Besuchern auf der Arche nicht nur der Namensgeber, sondern auch Adam und Eva, Kain und Abel, David und Goliath als lebensgroße Figuren. Gegen letzteren kann man interaktiv einen Kampf ausfechten, gegen den starken Simson seine Kraft erproben. „Wir haben darauf verzichtet, die Skulpturen mit Erläuterungen zu überfrachten“, sagt Miriam Schäpik. „Die hinter den Figuren stehenden Geschichten sollen sich von selbst erschließen.“ Nur einige beigefügte Informationen dienen dem näheren Verständnis. Dabei legen die Betreiber Wert auf die Feststellung, dass der Gang durch die Bibelgeschichte nicht an Konfessionen gebunden ist. Es gibt ein Podium für Gespräche über Kultur, Religion und zeitgemäße Themen. Und für Schulen, Kindergärten oder Konfirmanden könnte ein Besuch durchaus anregend sein. Denn es geht, wie im „richtigen Leben“, um Gut und Böse, Mut und Feigheit, Liebe und Hoffnung. Themen, die in der Menschheitsgeschichte an Aktualität nichts eingebüßt haben.

 

 


>Die Arche Noah wird heute von Kiel nach Flensburg geschleppt, ihre Ankunft ab circa 20 Uhr erwartet. Ab Dienstag, jeweils in der Zeit von 10 bis 18 Uhr wochentags, am Wochenende bis 19 Uhr, kann das Schiff besichtigt werden. Eintrittspreise: Erwachsene:12,50 Euro, Kinder bis 12 Jahre: 7,50 Euro, ermäßigt für Studenten, Senioren und Behinderte: 10 Euro, Gruppenpreise ab 20 Personen, – Erwachsene: 11 Euro, Kinder bis 12 Jahre: 6 Euro. Für Schulen – Lehrer: 8 Euro, Schüler bis 12 Jahre: 6 Euro, Schüler über 12 Jahre:8 Euro.


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erstellt am 23.Sep.2013 | 06:13 Uhr

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