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Ausstellung : Ein Zeichen gegen die Wegwerfgesellschaft

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Ausstellung in der Bürgerhalle informiert über aktuelle Problematiken und zeigt Lösungswege auf.

shz.de von
erstellt am 08.Dez.2015 | 19:10 Uhr

Flensburg | „Unsere Gesellschaft neigt dazu, den Wert von Lebensmitteln zu wenig zu schätzen“, sagt Stadtpräsidentin Swetlana Krätzschmar. Grund dafür sei der Überfluss an Nahrungsmitteln, der den meisten Menschen in unserem Land zur Verfügung steht – denn, „solch ein Überfluss kann gedankenlos machen und mindert das Verantwortungsgefühl des Einzelnen“, so Krätzschmar.

Um den Flensburger Bürgern dieses Verantwortungsgefühl zu vermitteln, hat sich der 10. Jahrgang der Fridtjof-Nansen-Schule einem besonderen Projekt gewidmet. „Kurz nach den Sommerferien haben wir angefangen den Schülern das Thema Lebensmittel näher zu bringen. Gemündet ist dies in einer Projektwoche kurz vor den Herbstferien, in denen sich die Schüler in kleinen Gruppen verschiedenen Themengebieten unter dem Überbegriff Lebensmittel gewidmet haben“, berichtet Gabriele Balzerowitz, die Lehrerin an der FNS ist.

Rausgekommen ist eine informative Ausstellung, die gestern in der Bürgerhalle im Rathaus eröffnet wurde und dort über eine Woche lang besucht werden kann.

Die Themen, mit denen sich die Schüler in insgesamt 30 Gruppen im Laufe ihrer Projektwoche beschäftigten, reichen von Fairtrade über Bio-Lebensmittel bis hin zur Fast-Food Thematik. Auch der Fleischkonsum, die Massentierhaltung und das Mindesthaltbarkeitsdatum wurden behandelt.

„Die Schüler haben sich in ihren jeweiligen Gruppen eine Forschungsfrage überlegt, die sie durch ihre Forschung zum gewählten Thema begleitet hat. So konnten sie das Projekt insoweit erarbeiten, als das es nun hier in Posterform den Besuchern der Ausstellung präsentiert werden kann“, sagt Gabriele Balzerowitz.

Dass die Projekte nicht etwa wie gewohnt benotet wurden, sondern der Öffentlichkeit vorgestellt werden sollten, war der Lehrerin zufolge ein besonderer Anreiz, der die Schüler zusätzlich motivieren konnte.

Stadtpräsidentin Swetlana Krätzschmar lobte den Einsatz der insgesamt vier Klassen der Schule außerordentlich, kritisierte im gleichen Atemzug jedoch die Vorgehensweise vieler Lebensmittelproduzenten.

„Die Menschen werden oft nicht als mündige, selbstverantwortliche Bürger angesehen, sondern schlicht als Konsumenten. Das ist aus meiner Sicht der falsche Weg“, erklärt Krätzschmar, die hofft, dass sich die Menschen wieder bewusster mit Lebensmitteln auseinandersetzen und ihren Wert wieder mehr schätzen lernen.

„Mit unter anderem regionalen, biologischen oder auch nachhaltig produzierten Lebensmitteln ist hier aber schon ein erster Schritt getan“, findet die Stadtpräsidentin.

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