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Flensburger Tageblatt

24. September 2017 | 03:40 Uhr

Grünes Hufeisen : Ein Wanderweg von Ufer zu Ufer

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Stadtroute Grünes Hufeisen durch den Osten Flensburgs ist ausgeschildert und wird am 7. Mai offiziell eingeweiht

shz.de von
erstellt am 26.Apr.2014 | 08:05 Uhr

Nach drei Jahren Vorlaufzeit ist es endlich soweit: Am 7. Mai wird das Grüne Hufeisen, ein innerstädtischer Wanderweg von Förde zu Förde, eingeweiht. Die kleinen Schilder sind an den meisten Stellen installiert, ab sofort kann der U-förmige Weg erwandert werden. Er verbindet zwei Kerbtäler am östlichen Fördehang. Man geht zunächst das Lautrupsbachtal hinauf und später das Osbektal wieder hinunter.

Es war eine schwere Geburt, und der Erfinder des Hufeisens, der frühere WiF-Ratsherr Elmar Westphal, sieht der Einweihung mit gemischten Gefühlen entgegen. „Es ist gut, dass die Beschilderung jetzt da ist, denn jetzt ist das Projekt unumkehrbar.“ In der Vergangenheit hatte Westphal bisweilen den Eindruck, von der Verwaltung ausgebremst zu werden. Doch jetzt will Oberbürgermeister Simon Faber persönlich das Hufeisen einweihen.

Der Ex-Ratsherr schwärmt nach wie vor vom Flensburger „Amphitheater“. Damit meint er das in der Eiszeit geschaffene Tal der Förde und die nacheiszeitlichen Kerbtäler, darunter das Lautrupsbachtal und das Osbektal. In letzterem wurde erst vor rund zwei Jahren der Geh- und Radweg von der Fördestraße hinunter nach Sonwik fertig gestellt. Der von dichtem Grün gesäumte Weg am Lautrupsbach ist hingegen im unteren Teil schon seit rund 20 Jahren begehbar und im oberen Bereich seit Fertigstellung der Osttangente.

Doch Elmar Westphal macht auch kein Hehl aus seiner Enttäuschung darüber, dass seine Idee nur in der absolut minimalen Version umgesetzt wurden. „Es wurden nur die Schilder aufgestellt, sonst nichts“, beklagt er. Denn er hatte konkrete Vorschläge gemacht für Querverbindungen und Abkürzungen durchs Grüne, die gewisse Maßnahmen im Gelände erfordert hätten. So wollte Westphal im Bereich Altfruerlundhof eine Grünfläche queren, die allerdings an einen Schafhalter verpachtet sind. Im Bereich Hesttoft hätte man Teile eines Knicks beseitigen, an der unteren Osterallee eine Schneise in ein rund 50 Meter breites Dickicht zwischen dem Hang des Osbektals und dem Grünstreifen an der Straße schneiden müssen. Auch die aus Westphals Sicht besonders wichtige Passage durch die Kleingartenkolonie 119 an der Osbek ist nicht gewährleistet, weil sie im Winter meistens verschlossen ist.

Dennoch – ein Anfang ist gemacht. Bewegung kam 2013 in die Sache, als der Verschönerungsverein sich engagierte und die Federführung bei der Genehmigung übernahm. Bei der Anschaffung der Schilder half der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag. In mehreren Führungen auf der Trasse des Grünen Hufeisens erfuhr Elmar Westphal eine große Resonanz von den Teilnehmern.

 

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