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Von Flensburg nach Hohn : Ein Verlust für Fruerlund: Pastorin Andersson geht

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Nach zwölf Jahren sucht die 44-jährige Theologin nach einer beruflichen Veränderung

shz.de von
erstellt am 19.Feb.2017 | 08:39 Uhr

Wenn Anke Andersson sich am Sonntag um 15 Uhr von ihrer Gemeinde verabschiedet, blickt sie auf ein Dutzend guter Jahre in Fruerlund zurück. Es fällt ihr nicht schwer, einem potenziellen Nachfolger oder einer Nachfolgerin gute Argumente für die Kirchengemeinde Fruerlund an die Hand zu geben. „Hier kann man andere Formen des Gottesdienstes ausprobieren“, sagt sie und erzählt voller Begeisterung von Erntedankgottesdiensten mit Maiskolben und Strohballen, Kürbissen und Schmorgurken, Hühnern, Gänsen, Enten, Ziegen, einem Ferkel und einem Pony – nicht alle gleichzeitig.

Die „richtige Kirche“ habe sie in Fruerlund nie vermisst. „Das hier ist unsere Kirche“, sagt sie und zeigt im lichtdurchfluteten Gemeindesaal strahlend auf Altar und Kanzel, Taufbecken und Lesepult, alles aus hellem Holz – ebenso wie die neue Digital-Orgel, die erst 2016 angeschafft und komplett durch Spenden finanziert wurde. Außerdem sei es ihr immer vor allem um die Menschen gegangen. „Und hier ist man ihnen ganz nah.“

In die „richtige Kirche“ musste Anke Andersson dennoch oft mit dem Auto fahren. Hochzeiten und Beerdigungen wurden und werden in benachbarten Kirchen wie St. Jürgen, St. Johannis, Adelby und Mürwik gefeiert. Die sonntäglichen Gottesdienste, Taufen, Konfirmation und Hochzeitsjubiläen finden jedoch immer in Fruerlund statt. „Den Raum haben wir 2008 neu gestaltet“, berichtet sie. Großen Anteil hatte der Künstler Uwe Appold. Durch den Einbau der drei schmalen Fenster an der Stirnseite kommt mehr Licht in den Raum, Appolds Glaskunst davor entfaltet eine besondere Wirkung.

Die 44-jährige Pastorin wechselt auf eine Stelle in der Kirchengemeinde Hohn bei Rendsburg. Sie wolle sich beruflich verändern, sagt sie; auch die Nähe zu ihrer Familie in Kiel spiele eine Rolle.

Fruerlund habe sie fast wie ein Dorf empfunden. „Es gibt hier ganz viele Jugendliche und Familien mit Kindern, es gibt hier einen sehr engagierten Kirchengemeinderat, der ganz viel in Eigenregie macht.“ Und die Pastorin wohnte direkt im Pastorat – das kann sie in Hohn nicht, weil das Pastorat ein Sanierungsfall ist – „wie so viele Pastorate“.


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