zur Navigation springen

Ein Straßenname für Harrislee : Ein unsterblicher Bürgermeister

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Bürgermeister Iversen heißt jetzt ein Straßenbogen in Harrislee. Eine Ehrung für den inzwischen verstorbenen früheren Verwaltungschef Hans Werner Iversen.

Nur gut, dass man in dieser Gegend des öfteren einen Regenschirm dabei hat. Denn das Requisit half, um die störrischen Stoffmäntelchen in den Gemeindefarben Harrislees von den neuen Straßenschildern zu heben.

Sie blieben an dem kleinen Zusatzschild hängen, das unter anderem die Information „Bürgermeister von 1962-1993“ enthielt. Am Freitag weihten Familie, Verwaltung, Politik und Weggefährten den Bürgermeister-Iversen-Bogen ein.

Den ersten der drei Wegweiser enthüllten drei Enkel des 2012 verstorbenen Ehrenbürgers Harrislees Hans Werner Iversen. Er war „der perfekte Opa“, sagen Mika (11), Greta (12) und Anna (19) übereinstimmend und erinnern sich, dass man mit ihm zum Beispiel Moorhuhn spielen konnte... „Wir durften immer alles“ und haben mit ihm „viel Quatsch“ gemacht, erzählen die Enkel des vierfachen Familienvaters. Und er habe seinen Job geliebt und an seinem Sterbebett sogar noch eine Rede geschrieben, weiß die 19-jährige Anna Iversen. Einer der Nachfolger im Amt, Bürgermeister Martin Ellermann, trug Daten bei, bevor sich die Menschenmenge von der Ecke am Pattburger Bogen, Westerstraße in Richtung Petersilienweg aufmachte – begleitet von Musik des Harrisleer Spielmannszuges Freie Turnerschaft: Beginn der Bauarbeiten im Januar, Länge 550 Meter, Gesamtkosten von 1,6 Millionen Euro. Ellermann zeigte sich beeindruckt davon, dass das neue Wohngebiet bereits im Flächennutzungsplan von 1973 mit einer Erschließungsstraße bis zur Anbindung Achter de Möhl vorgesehen war.

Diese Weitsicht bescheinigte auch Karl Hermann Rathje dem Namensgeber des Bogens. Auf die Initiative des Bürgervorstehers hin hatte die Gemeindevertretung am 1. Oktober die Würdigung der langjährigen Verdienste des langjährigen Bürgermeisters in dieser Form einstimmig beschlossen.

Rathje zeichnete mit Iversens Worten ein Bild der Gemeinde zum Amtsantritt Hans Werner Iversens: Harrislee zählte damals 5000 Einwohner und wurde als Splittersiedlung am Stadtrand noch dazu ohne zentrale Wasserversorgung wahrgenommen. „Es mangelte an allem, vor allem an Geld, denn Harrislee war die steuerschwächste Gemeinde im steuerärmsten Kreis.“ Die stete Aufwärtsentwicklung zur heute gesunden und selbstbewussten Gemeinde sei untrennbar mit dem Namen Iversen verbunden, lobte Rathje.

 

 

 

 

zur Startseite

von
erstellt am 19.Okt.2015 | 11:25 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen