Steinbergkirche : Ein Treffen für Mädchen und Jungen aus allen Kulturen

Die Teilnehmer der 11. Interkulturellen Ferienfreizeit in Neukirchen mit Nis Nissen und Peter Dietrich Henningsen vom Lions Club Angeln (vorn, v.l.), Lagerleiterin Carina Soult, Jugenring-Vorsitzender Ralph Schmidt und Lagerleiter Jens Linke.
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Die Teilnehmer der 11. Interkulturellen Ferienfreizeit in Neukirchen mit Nis Nissen und Peter Dietrich Henningsen vom Lions Club Angeln (vorn, v.l.), Lagerleiterin Carina Soult, Jugenring-Vorsitzender Ralph Schmidt und Lagerleiter Jens Linke.

An der „Interkulturelle Ferienfreizeit“ des Kreisjugendringes nahmen 56 Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 15 Jahren mit neun verschiedenen Nationalitäten teil, darunter auch muslimisch geprägte Länder wie Irak, Iran, Syrien und der Türkei.

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17. April 2018, 12:45 Uhr

Am Anfang herrschte große Skepsis. „Ihr werdet kein ausländisches Mädchen dorthin bekommen!“ Doch das Gegenteil ist der Fall, wie die seit 2008 nun zum elften Mal veranstaltete „Interkulturelle Ferienfreizeit“ des Kreisjugendringes (KJR) Schleswig-Flensburg in der Jugendfreizeitstätte Neukirchen beweist. An ihr nahmen 56 Kinder und Jugendliche im Alter von zehn bis 15 Jahren mit neun verschiedenen Nationalitäten teil, auch aus muslimisch geprägten Ländern wie Irak, Iran, Syrien und der Türkei. Von den 30 Mädchen hatten nur zwei keinen Migrationshintergrund. Das galt auch für etwa die Hälfte der 17 Betreuer. Einige von ihnen kannten die Freizeit aus den Vorjahren als Teilnehmer und kehrten nun in neuer Funktion zurück.

Der Kreisjugendring hat es sich nach Aussage seines Vorsitzenden Ralph Schmidt zur Aufgabe gemacht, die interkulturelle Öffnung der Vereine und Verbände im Flächenkreis Schleswig-Flensburg voranzubringen. Dazu müssten Erfahrungen gesammelt und weitergegeben werden. „Mit Hilfe der Interkulturellen Ferienfreizeit gelingt dies dem KJR sehr gut!“

Unter Leitung von Carina Soult, einer Erzieherin aus Schleswig, und Jens Linke, Student aus Silberstedt, hatte sich das Betreuerteam zu drei Vorbereitungswochenenden getroffen, um die Freizeit zu gestalten. Bei zahlreichen Aktivitäten standen dann in der vergangenen Woche das harmonische Miteinander, die Jugenderholung, einige Tage Auszeit vom Alltag und gemeinsamer Spaß im Vordergrund. Auf die Essensgewohnheiten der Teilnehmer wurde selbstverständlich Rücksicht genommen. So stand Schweinefleisch nicht auf dem Speiseplan.

Zwar mussten die Teilnehmer einen gewissen Beitrag leisten, etwa die Hälfte der Kosten jedoch trug der Kreisjugendring aus Eigenmitteln. Hinzu kamen Geldspenden vom Kreis, vom Landesjugendring, von der Heinz-Wüstenberg-Stiftung und dem Lions-Club Kappeln. Mit einem namhaften Betrag unterstützte auch der Lions-Club Angeln, der sich stark in der Jugendförderung engagiert, das Projekt.

Dessen Vorstandsmitglieder Nis Nissen und Peter Dietrich Henningsen überzeugten sich bei einem Besuch von der guten Lageratmosphäre und dem gelungenen interkulturellen Dialog unter den Teilnehmern. An alle Unterstützer richtete der Kreisjugendring-Vorsitzende Schmidt Worte des Dankes für die Spenden in einer Gesamthöhe von 6700 Euro. „Ohne Sponsoren könnten wir das Zeltlager nicht durchführen.“

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