Ein Stück Flensburger Militär-Geschichte

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07. August 2009, 03:59 Uhr

Flensburg | Es ist sein Beitrag zum Flensburger Stadtjubiläum, schließlich leisteten zigtausende Soldaten einst in Flensburg ihren Grundwehrdienst.

Winfried Brandes (67) hat drei Jahre daran gearbeitet, die Geschichte des Panzergrenadierbataillons 161 zu erforschen und zu beschreiben. Damit legt der Harrisleer pünktlich zur 725-Jahr-Feier auch ein Stück Stadtgeschichte vor. Die Panzergrenadiere wären nämlich ganz überwiegend - von 1959 bis 1970 - in der Grenzlandkaserne stationiert, wo 1997 das Viertel "Am Katharinenhof" entstand. Zunächst waren sie aber - als Grenadierbataillon 16 - in der Briesen-Kaserne aufgestellt, berichtet Brandes, also dem Gelände der heutigen Gartenstadt Weiche.

Das 114 Seiten starke, fest gebundene Buch sollte neben den Fakten und Daten "auch lustige Sachen und Anekdoten beinhalten", erzählt Brandes. So enthält die Arbeit auch Abhandlungen über Fußball im Bataillon, über de n Nato-Alarm "Quick Train" von 1960 - und natürlich die Geschichte, wie der Pinguin zum Wappentier der Flensburger Grenadiere wurde.

Das sei schlicht einem Irrtum entsprungen, bekennt der Harrisleer. Eine Kompanie hatte das Wappen entworfen, für die eigentlich ausschließlich Tiere der nördlichen Hemisphäre in Frage kamen. Dass die Soldaten sich im äußersten Süden in der Antarktis bedient hatten, fiel erst später auf. Doch von dem ungewöhnlichen Wappentier wollten sich die Flensburger später nicht mehr trennen.

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