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Ein Streiter für die Arbeitslosen geht in Rente

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Ernst Damm war 1995 der Gründungs-Geschäftsführer der Bequa – Christoph Fels ist sein Nachfolger

shz.de von
erstellt am 11.Jan.2014 | 10:39 Uhr

Er war der dienstälteste Geschäftsführer der Unternehmen der Stadt Flensburg. Nach mehr als 18 Jahren ist Ernst Damm (65) gestern als Geschäftsführer der Beschäftigungs- und Qualifizierungsgesellschaft Flensburg mbh (Bequa) in den Ruhestand verabschiedet worden. Zugleich führten Oberbürgermeister Simon Faber und Aufsichtsratchef Edgar Möller (beide SSW) Christoph Fels als Nachfolger in sein Amt ein.

In den Räumlichkeiten der Bequa-Werkstätten an der Stiftstraße war es aber der Tag von Ernst Damm: „Knapp 19 Jahre bei der Bequa bedeuten natürlich vier Stunden Redebeiträge“, witzelte Aufsichtsratschef Möller mit Blick auf den scheidenden Chef, der nicht gern im Rampenlicht steht.

Das war gestern aber nicht mehr zu verhindern. Neben OB und Aufsichtsrat waren zahlreiche Politiker und Vertreter von Institutionen gekommen und würdigten damit auch die Arbeit der kommunalen Beschäftigungsgesellschaft seit Mitte der 90er Jahre: der Landtagsabgeordnete Rasmus Andresen (Grüne), Vize-Stadtpräsidentin Inge Krämer (SPD), Hauptausschussvorsitzener Thomas Dethleffsen (CDU) sowie die Fraktionschefs von Grünen und Linken, Ellen Kittel-Wegner und Heinz-Werner Jezewski. Auch Arbeitsagenturchefin Heike Döpke, Jobcenter-Leiterin Claudia Remark und Sozial-Fachbereichsleiter Horst Bendixen waren dabei.

Im Namen der Wirtschaft lobte Geschäftsführerin Petra Schenkluhn von der Kreishandwerkerschaft den scheidenden Bequa-Chef und sein gutes Team: „Sie sind fair mit allen Trägern umgegangen“, sagte Schenkluhn – auch wenn die Wirtschaft mal die Frage nach dem Sinn einzelner Projekte gestellt habe.

Zuvor hatte OB Faber Damms Aufbauarbeit nachgezeichnet und an seinen Start mit 120 Arbeitslosen und Sozialhilfe-Empfängern 1995 erinnert. Er lobte den gelernten Designer, Gestalttherapeuten und Pädagogen als ruhig und erfolgreich. „Er beobachtete still, zog seine Schlüsse und entwickelte seine Strategien“, hat Edgar Möller in zehn Jahren im Aufsichtsrat festgestellt.

Ernst Damm selbst berichtete, dass er sich damals gegen eine Vielzahl von Bewerbern durchsetzen musste – und dass es in wirtschaftsnahen Kreisen die Befürchtung gegeben habe, ob er so eine Beschäftigungsgesellschaft ohne studierten betriebswirtschaftlichen Hintergrund managen könne. Und mit Blick auf den Start am 1. Dezember 1995 konnte er entwarnen – selbst den schnellen Rumpfjahresabschluss 95 habe man problemlos hinbekommen.

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