Hafenfest in Flensburg : Ein Stargast beim Dampf Rundum

Stargast beim Dampf Rundum ist der stolze, 1909 erbaute Passagierdampfer „Prinz Heinrich“.
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Stargast beim Dampf Rundum ist der stolze, 1909 erbaute Passagierdampfer „Prinz Heinrich“.

Vom 12. bis bis zum 14. Juli findet wieder das beliebte Spektakel am Flensburger Hafen statt.

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16. Mai 2019, 16:03 Uhr

Flensburg | Wenn es dampft, raucht und faucht, steht Flensburg kopf. Dann strömen tausende Gäste zum Hafen, um die schwimmenden Denkmäler zu bewundern, an den Törns teilzunehmen, den Technikpark zu erkunden oder das bunte Rahmenprogramm zu genießen.

Volldampf voraus! Jetzt werden die Weichen neu gestellt. Fast 30 Jahre lang wurde das Spektakel von Veranstalter Michael Reinhardt organisiert. Diese Aufgabe hat der Historische Hafen in Kooperation mit der Tourismus Agentur Flensburger Förde (Taff) nun übernommen.

Neues Format

Hafenkapitän Frank Petry spricht von einem „neuen Format“, das die Besucher beim Dampf Rundum von Freitag, 12. Juli, bis Sonntag, 14. Juli, zwischen Museumshafen und Hafenspitze erwartet.

Der bullige Eisbrecher „Stettin“ darf beim Dampferrennen wieder ganz vorn erwartet werden.
Der bullige Eisbrecher „Stettin“ darf beim Dampferrennen wieder ganz vorn erwartet werden.
 

Am Donnerstag bereits werden die Schiffe einlaufen: acht Dampfer und ein halbes Dutzend Barkassen. Alte Bekannte wie die Eisbrecher „Stettin“ und „Wal“, Tonnenleger „Bussard“, Vermessungsdampfer „Schaarhörn“, Postdampfer „Skejelskør“, Schleppdampfer „Woltman“ und die alte Dame „Alexandra“ sind dabei. Besonders stolz sind die Veranstalter aber auf einen Stargast – die „Prinz Heinrich“, 1909 auf der Papenburger Meyer-Werft als Doppelschrauben-Post- und Passagierdampfer gebaut. „Das Schiff wird derzeit noch restauriert“, sagt Petry. Aber er verspricht:

„Es wird kommen.“ Frank Petry, Historischer Hafen Flensburg
 

Der Technikpark ist diesmal an der Hafenspitze vertreten – die Betreiber von sieben Maschinen aus den Niederlanden, Deutschland und Dänemark, vorzugsweise aus dem landwirtschaftlichen Bereich, haben bislang zugesagt.

Musik und Kulinarik

Das Rahmenprogramm bietet wieder viel Musik – mit Cover-Bands, lokalen Musikern und Shanty-Chören. Für Kinder gibt es eine Aktionsfläche, es lockt zudem der Papenburger Dampfzirkus inmitten der Festmeile mit maritimer Handwerkskunst und (hoffentlich) ausgesuchter Kulinarik.

Ein Abstecher – bei freiem Eintritt– ins Schifffahrtsmuseum lohnt sich: Dort wird eine große Modellbauschau gezeigt; in einem Wasserbecken auf dem Hof sind viele Schiffe in Aktion zu erleben. Museumschefin Susanne Grigull ist besonders gespannt auf die ferngesteuerten Modelle der Kaiserlichen Marine.

Feuerwerk und Dampferrennen

Höhepunkte sind das „kleine“ Feuerwerk am Freitag um 23 Uhr und traditionell das Dampferrennen zuvor, das zwischen 19 und 21.30 Uhr die Herzen höher schlagen lässt. „Hier sollte man schnell sein, wenn man mitfahren möchte“, sagt Tourismus-Chef Gorm Casper. Die Karten zum Preis von 40 Euro sind erfahrungsgemäß wie im Flug vergriffen. Das gilt nicht minder für die Ausflugsfahrten.

Ab Montagfrüh werden die schwimmenden Gäste das letzte Mal Dampf ablassen und peu à peu wieder auslaufen. Nur die „Alex“ bleibt Flensburg treu.

>Alle Tickets gibt es bei der Touristinformation in der Nikolaistraße (Telefon 9090920), info@flensburger-foerde.de. Über die ansprechend gestaltete Homepage kann man auch online buchen und über verschiedene Links viele weitere Informationen abrufen.


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