Parken in Flensburg : Ein Stahlskelett mit sieben Etagen

Stahl, wohin das Auge reicht: Das neue Parkhaus wird das Erscheinungsbild der City-Front an den Süderhofenden neben dem Europahaus  stark verändern.
Stahl, wohin das Auge reicht: Das neue Parkhaus wird das Erscheinungsbild der City-Front an den Süderhofenden neben dem Europahaus stark verändern.

Die Innenkonstruktion des neuen Parkhauses vor Karstadt ist bereits auf die volle Höhe von fast 30 Metern gewachsen - in fünf Monaten soll es öffnen.

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18. Juli 2014, 08:30 Uhr

Während die 150 Mitarbeiter des Flensburger Karstadt-Hauses am Holm – wie alle anderen 17 000 Beschäftigten des Warenhaus-Konzerns – auf baldige Klarheit über ihre Zukunft hoffen, kommt der Bau des neuen Parkhauses an den Süderhofenden voran.

Das stählerne Skelett, das ab Dezember Parken in sieben Etagen ermöglichen soll, ist bereits auf seine volle Höhe von 28,5 Metern gewachsen. Stefan Brunsch, Niederlassungsleiter des Bauherrn und Projektentwicklers Formart in Leipzig, erinnert daran, dass die Bauarbeiten im vergangenen Herbst ebenso weit nach unten reichten: „Wir haben 130 Bohrpfähle aus Beton zum Teil bis zu 30 Meter tief in den sandigen Untergrund eingebracht.“

Der Neubau, also der Bereich des imposanten Stahlskeletts, soll 275 Parkplätze fassen. Über die beiden Auf- und Abfahrtsspindeln sollen aber auch die 215 Parkplätze auf den Decks auf dem Karstadtdach erreicht werden. „Diese Spindelkonstruktion ist schon sehr aufwendig und für ein kleineres Parkhaus etwas Besonderes“, sagt Brunsch. Sie sei aber gewählt worden, um auch eine zügige Auf- und Abfahrt auf die zusätzlichen Dachparkplätze bei Karstadt zu ermöglichen. „Der Stahl hat eine besonders starke Zinkschicht, wegen der Aggressivität des Salzgehalts der Luft in Flensburg“, erklärt der Bauherr aus Leipzig. In den nächsten drei Wochen soll das Metallskelett mit Spezialblechen zu Metallverbunddecken aufgebaut werden. Darauf kommen dann die Betondecken.

Auf der Fassade des Parkhauses, das noch vor Weihnachten öffnen soll und das Erscheinungsbild der City-Front an den Süderhofenden neben dem Europahaus stark verändern wird, soll zwar nach wie vor Karstadt stehen. Investor ist jedoch nicht das Warenhaus selbst, sondern das Stuttgarter Bankhaus Ellwanger & Geiger. Bauherr und Projektentwickler ist die Firma Formart in Leipzig, eine Tochter des Baukonzerns Hochtief, die sich auf innerstädtische Geschäftshäuser und Parkhäuser spezialisiert hat. Ein- und Ausfahrt des neuen Parkhauses sollen in etwa dort bleiben, wo sie sich auch beim alten Karstadt-Parkhaus befanden. Karstadt wird das Parkhaus auch nicht betreiben; das wiederum besorgen die Spezialisten des Unternehmens Apcoa Parking (Leinfelden-Echterdingen).

Abgesehen von der Spindekonstruktion ist ein ähnliches Parkhaus des gleichen Bauherrn bereits 90 Kilometer weiter im Süden zu besichtigen. Das Kieler Altstadtparkhaus an der Ecke Flämische Straße/Eggerstaedtstraße sei ganz ähnlich konstruiert, berichtet Stefan Brunsch. Klappt es mit der Eröffnung vor Weihnachten, dann ist das 42 Meter lange und 38 Meter breite Parkhaus binnen 16 Monaten entstanden.

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