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"Grünes Hufeisen" : Ein Stadt-Rundum entzückt Wanderer

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Großer Andrang bei geführter Wanderung durch Lautrupsbach- und Osbektal. Initiator Westphal stößt nach wie vor auf Widerstände.

shz.de von
erstellt am 03.Mai.2013 | 07:12 Uhr

Flensburg | Es war eine kleine Völkerwanderung, die am Tag der Arbeit im Lautrupsbachtal, in Engelsby-Dorf und im Osbektal zu beobachten war. Über 50 Bürger waren der Einladung des Verschönerungsvereins und der WiF zu einer informativen Begehung des sogenannten "Grünen Hufeisens" gefolgt und ließen sich von WiF-Ratsherr Elmar Westphal auf idyllischer Route durch die östlichen Stadtteile führen.

Westphals Idee ist im Grunde ganz einfach: Ihm schwebt ein durchgehend begehbarer, ausgeschilderter Wanderweg von Fördeufer zu Fördeufer vor. Start ist an der Mündung des Lautrupsbachs am Ballastkai; von dort geht es über den vorhandenen Weg am Lautrupsbach entlang Richtung Osten bis etwa Fruerlund-Mühle, wo die Route nach Norden schwenkt. Über Engelsby-Dorf geht es ins Osbektal und über verschiedene Wege durch Mürwik hinunter bis nach Sonwik.

Klingt einfach, ist aber in der Praxis offenbar schwierig. "Warum gibt es das noch nicht?", hätten viele Teilnehmer gefragt, so Westphal. Es sei unverständlich, dass "so eine tolle Sache nicht schon längst umgesetzt worden ist", gibt er den vorherrschenden Tenor wieder. Für Friedrich Schreiber, Vorsitzender des Verschönerungsvereins, ist das Grüne Hufeisen "eine umwerfend gute Idee" und "eine Bereicherung des Stadtbildes und des Angebots der Naherholung".

Deshalb ist der Verschönerungsverein seit kurzem Partner des Projekts und hat vorerst 3500 Euro für bauliche Maßnahmen zur Verfügung gestellt. So müssen einige Übersteige an Zäunen hergestellt werden; die Route führt über zwei Wiesen, auf denen Schafe stehen. Dies wird, so Westphal, von der Stadtverwaltung als Problem gesehen. Für Westphal nicht nachvollziehbar: "In Nordfriesland auf den Deichen vertragen sich Mensch und Schaf seit Jahren gut." An einigen Stellen müssen Stufen ins Gelände gesetzt und Schneisen ins Gestrüpp beschnitten werden. Der Verein Arbeiten für die Umwelt (AfdU) stehe mit seinen Bautrupps "Gewehr bei Fuß", sagte Westphal.

Große Begeisterung, so Schreiber, habe vor allem die Passage durch das Osbektal hervorgerufen. Offen ist bisher noch die Frage, wie der wenige hundert Meter lange Abschnitt durch die Gartenkolonie gestaltet werden soll. Bei den Kleingärtnern stößt das Ansinnen, den Weg dauerhaft zu öffnen, auf Ablehnung. Die Anlage eines neuen Weges außen herum würde jedoch bisher nicht eingeplante Kosten verursachen. Der Verschönerungsverein, so Schreiber, sei bereit, hier zu vermitteln. Er erinnerte daran, dass hier etwas für die Allgemeinheit geschaffen werde.

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