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Literaturfestival : Ein schwedischer Popstar – und die Oma lässt grüßen

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der Schwede Fredrik Backman ist einer der fünf Autoren, die lesen und reden beim nordischen Literaturfestival.

shz.de von
erstellt am 03.Sep.2015 | 11:00 Uhr

Flensburg | Das „litteraturfest.nu“ kehrt zu seinen Wurzeln zurück: Mit fünf ausgesprochen nordischen Autoren geht das grenzüberschreitende Literaturfestival (mit Sitz in Flensburg) in die sechste Runde. Eine ehemalige dänische Nachrichtendienstchefin ist dabei, eine weit gereiste Schriftstellerin von den Åland-Inseln und ein schwedischer Popstar. Vom 16. bis zum 19. September lesen und reden die Autoren zwischen Hadersleben und Kiel mit ihren Lesern.

Für Eva Ritter, die Leiterin des Festivals und Nordisk Informationskontor, ist es das zweite Lesefestival. Auch als Neuling habe sie mitbekommen, dass es immer ein Abwägen zwischen dänischen und deutschen Schriftsteller gegeben habe, sagt die Hannoveranerin, die 13 Jahre in Dänemark und Island gelebt hat. Der einzige Link der Deutschen zum nordischen Festival sei die Übersetzung von deren Büchern ins Dänische gewesen. Dieses Mal werden nun keine hiesigen Autoren dabei sein; doch bleibe der grenzübergreifende Gedanke und das Festival zweisprachig – teils in dänischer Sprache, teils mit deutscher Moderation.

Und wer in den Klang der isländischen oder schwedischen Sprache eintauchen will, bekommt die Chance.

Fredrik Backman, Jahrgang 1981, sei nicht nur in seiner Heimat Schweden, sondern auch in Dänemark und Deutschland populär wie ein Popstar, weiß Lene Lund (Dänische Zentralbibliothek), die den Kontakt zu den Autoren hergestellt hat. Die Gastgeber seiner Lesung in Husum erwarteten Hunderte von Zuhörern, ergänzt Ruth Faber vom Nordisk Informationskontor. „Der Spiegel“ hat Backmans zweiten Roman einen „Comedy-Roman“ genannt, der sich „für kindische Erwachsene und erwachsene Kinder“ eigne. Angesichts des Titels „Oma lässt grüßen und sagt, es tut ihr leid“ deutet einiges darauf hin. Dahinter aber steckt ein ernstes wie witziges Märchen von Tod bis Leben, von Elsa und Oma.

Schwedisch ist auch die Sprache der Ulla-Lena Lundberg von den Åland-Inseln, der finnischen Region im Meer zwischen Turku und Stockholm. Lundberg zähle zur schwedischen Minderheit, sagt Lene Lund, habe in Afrika gelebt und Interessantes zu erzählen.

Das trifft natürlich auch auf Hanne Bech Hansen zu. Die Dänin war erste Chefin des Inlandsnachrichtendienstes der Polizei und begann nach der Pensionierung Krimis zu schreiben. Ihr Debüt „Lasten“ sei noch nicht ins Deutsche übersetzt worden, sagen die Festival-Veranstalterinnen.

Das gilt auch für den Roman „Eremitten“ von Thomas Rydahl, Jahrgang 1975. Der preisgekrönte dänische Nachwuchsschriftsteller erzählt darin eine Geschichte von einem Taxifahrer, der nach Fuerteventura ausgewandert ist.

Mit Auður Ava Ólafsdóttir wird eine Bestseller-Autorin aus Island nach Flensburg, Tondern und Kiel kommen. Und die Chefin des Museums der Uni Island. Ihr Roman „Ein Schmetterling im November“ beschreibt die winterliche Reise einer jungen Isländerin, die von ihrem Liebhaber und ihrem untreuen Mann verlassen wurde. Gerahmt werden die Lesungen von einer Ausstellung, einem Konzert und Kinderfilm.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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