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Flensburger Tageblatt

23. Oktober 2017 | 07:05 Uhr

SMS Undine : Ein Schiff aus Pappe

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Flensburger Kartonmodellbauer fertigen 1:100-Modell des Leichten Kreuzers „Undine“, der im November 1915 in der Ostsee versenkt wurde

shz.de von
erstellt am 28.Feb.2014 | 12:37 Uhr

Das Original liegt in 50 Metern Tiefe am Boden der Ostsee zwischen Rügen und Bornholm. Das Modell sollte besser nicht mit Wasser in Berührung kommen, denn es ist aus Pappe. Seine Erbauer haben es gestern René Rasmussen, Museumsinspektor auf Schloss Sonderburg, übergeben; dort soll es die Dauerausstellung über die Geschichte Nordschleswigs zwischen 1864 und 1914 bereichern.

Doch bevor die Papp-Undine nach Sonderburg geht, ist sie noch bis einschließlich 9. März im Flensburger Schifffahrtsmuseum zu sehen. Dort war gestern auch die Übergabe. Der Betrachter sieht sofort, dass der Bau des Leichten Kreuzers keine Aufgabe für ein ruhiges Wochenende war und auch nicht eine für nur einen einzigen Freund des Kartonmodellbaus. Zu sechst ging die Flensburger Arbeitsgruppe „Kartonmodellbau zwischen den Meeren“ den äußerst komplexen Auftrag des dänischen Museumsinspektors an. Unter der Leitung von Heinz Häbel teilten die Modellbauer Peter Kock, Horst Dallmann, Ralph Edler, Jochen Leverenz und Karl Nielsen die Arbeiten untereinander auf.

Ein Kernproblem war, den bei einem Hamburger Verlag vorhandenen Modellbaubogen der Undine vom Maßstab 1:250 auf den von Sonderburg gewünschten von 1:100 zu übertragen. Dabei wurden auch die vorhandenen Passungenauigkeiten vergrößert, was vor allem beim Zusammenfügen von Ober- und Unterschiff zu großen Problemen führte. Die Endmontage einschließlich der aufwendigen Takelage begann schließlich im Dezember.

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