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Flensburger Segler : Ein Prachtschiff aus der Museumswerft

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Brigg "Foreningen" als 1:3-Modell wird jetzt aufgeriggt und soll Vorbild für eine 1:1-Version werden

shz.de von
erstellt am 24.Sep.2014 | 19:18 Uhr

Eine Flensburg-Brigg ist schon mal so gut wie fertig. Auf der Museumswerft wurde jetzt die „Foreningen“ von ihrem Bauplatz in die große Werfthalle verlegt. Der fast zehn Meter lange Rumpf bekommt dort seine etwa neun Meter hohen Masten, das komplette Rigg samt eiserner Beschläge. Wenn alles fertig ist, soll die „Foreningen“ als begehbares Modell von der großen Zeit des Flensburger Westindien-Handels erzählen.

Ginge es nach Werftchef Uwe Kutzner, wäre dieses Modell des typischen Flensburger Übersee-Frachtschiffes im späten 18. Jahrhundert nur der erste Schritt zu einem wirklich Aufsehen erregenden Projekt. Denn Kutzner möchte an der Schiffbrücke die „Foreningen“ in den Originalmaßen bauen – mithin einen Zweimaster von gut 30 Metern Länge, der im Verbund mit der Westindien-Ausstellung im Schifffahrtsmuseum die Vehikel und die Bedingungen des damaligen Überseehandels perfekt illustrieren würde. Sollte die gemeinnützige Werft gar potente Investoren finden, wäre auch ein Einsatz als segelndes Flensburg-Schiff denkbar.

Kutzner hatte bereits 2011 die Idee öffentlich gemacht. Vor dem Hintergrund der aktuellen Diskussion über die künftige Nutzung der Schiffbrücke, brachte er den Gedanken jetzt wieder ins Gespräch. Für das Modell hatten Kutzner, Gerd Zierberg und Bootsbaumeister Thomas Frömming umfangreiche Recherchen angestellt. Ursprünglich war geplant, die Flensburger Brigg „Neptunus“ zum Vorbild für den Neubau zu nehmen, dann stellte sich aber heraus, dass der Bau der „Neptunus“ nicht, der der „Foreningen“ aber hervorragend dokumentiert war. Das Schiff, so Kutzner bei der Kiellegungsfeier vor einem Jahr, dürfte auf einem nicht weit von der Museumswerft gelegenen historischen Bauplatz entstanden sein.

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