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Stadtplanung : Ein Park für Słupsk in Fruerlund

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Planungsausschuss berät darüber, die Grünanlage im Sanierungsgebiet nach der polnischen Partnerstadt zu benennen – die Meinungen sind geteilt

shz.de von
erstellt am 13.Mai.2014 | 12:19 Uhr

Bürgerbeteiligung ist kein schönes Wort, aber eine gute Idee. Ein Beispiel dafür, wie ernst es die Stadt Flensburg damit meint, erkennt Andreas Rothgaenger (WiF) in der Beschlussvorlage zur Benennung der neuen Parkanlage in Fruerlund-Süd. Darin beantragt der Fachbereich Entwicklung und Innovation, die Anlage zwischen Mühlenholz und Ostlandstraße „Slupsk-Park“ zu nennen. Formal notwendig sei eine Namensgebung nicht, könne jedoch „zum Ausdruck gemeinschaftlichen Empfindens“ erfolgen. Während der Maßnahmen hieß das „zentrale Element“ im Sanierungsgebiet „Generationenpark“. Doch der Sanierungsträger rief im Mitteilungsblatt zum Viertel-Umbau im November 2013 zum Wettbewerb auf, eine Alternative zu finden.

Vier Einsendungen kamen, drei davon von der Familie Rothgaenger – Perelin-, Phantasia- und Grünlund-Park – sowie eine weitere (Ostland-Park). „Aus diesen Vorschlägen drängt sich kein Vorschlag (...) auf“, urteilt die Beschlussvorlage.

Das hält Andreas Rothgaenger für reichlich subjektiv. Seine Kritik jedoch zielt auf das Vorgehen. „Es geht uns darum, dass wir Bürger in Entscheidungen einbeziehen und Politik in Flensburg lebendiger machen“, kritisiert er aus seiner Sicht des früheren Ratsherrn. Er hätte sich gewünscht, dass der Runde Tisch Fruerlund-Süd und vor allem die Bewohner etwa bei einer Bürgerversammlung oder beim „Fertig-Fest“ des Stadtteils zur Namensfindung befragt worden wären. Gegen den Vorschlag der Verwaltung hat er nichts einzuwenden. „Die Partnerstadt Słupsk zu ehren“ hält er „oberflächlich betrachtet“ für ehrenwert, zumal Flensburg Gastgeber im August sein werde für das diesjährige trilaterale Treffen mit Gästen aus Polen und aus Carlisle. Gleichwohl bemängelt Rothgaenger die falsche Schreibweise im Antrag und gibt zudem die schwierige Aussprache zu bedenken.

„Das nehmen wir seit 25 Jahren in Kauf“, kontert Arne Rüstemeier (CDU). Unabhängig vom Verwaltungsantrag verfolgt er das Anliegen, der polnischen Partnerstadt durch eine Namensgebung zu gedenken. Auch die Kritik am Beteiligungsverfahren kann er nicht nachvollziehen. Mit der Hochglanzbroschüre des Sanierungsträgers, die den Aufruf zum Namenswettbewerb enthielt, sei die höchstmögliche Streuung gegeben. Schließlich würde, versichert Rüstemeier, auch stadthistorisch nichts gegen die Bezeichnung Słupsk-Park sprechen. Richtig heißt die polnische Stadt übrigens Słupsk (sprich: Swupsk, wie mit englischem W). Heute diskutieren die Mitglieder des Planungsausschusses den Antrag.

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