MS Europa : Ein Ozeanriese auf Stippvisite

Bei diesen Ausmaßen verschwindet sogar fast  der Wasserturm hinter den Bäumen: Die 'Europa' gestern Nachmittag am Harniskai. Foto: Dewanger
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Bei diesen Ausmaßen verschwindet sogar fast der Wasserturm hinter den Bäumen: Die "Europa" gestern Nachmittag am Harniskai. Foto: Dewanger

Sieben Stunden lang machte die Lady "Europa" am Flensburger Harniskai fest. Schaulustige und schönster Sonnenschein hießen es herzlich Willkommen.

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16. August 2011, 11:29 Uhr

Flensburg | Es ist mehr als ein Jahr her, dass mit der "Columbus" ein großer Kreuzfahrer in Flensburg einen Zwischenstopp einlegte. Genau 14 Monate später konnten interessierte Besucher am Montagnachmittag einen Blick auf die 198,6 Meter lange und 24 Meter breite "Europa" werfen, die für rund sieben Stunden am Harniskai festmachte. Selbst der Regen legte der imposanten Lady zu Ehren eine Pause ein und machte zum ersten Mal seit Tagen Platz für ein paar exklusive Sonnenstrahlen.
Knapp eine Viertelstunde früher als geplant, fand der Kreuzfahrer den Weg in den Flensburger Innenhafen und erreichte gegen 11.45 Uhr den Harniskai. Mit bis zu 21 Knoten steuerte die "Europa" der Hapag-Lloyd-Reederei über Warnemünde und Travemünde nach Flensburg. Noch gestern Abend legte sie wieder ab - mit Ziel Kopenhagen.
"Ich habe so etwas vorher noch nicht erlebt"
Vom Fernweh getrieben, standen einige Faszinierte bei ihrer Ankunft hinter der Absperrung am Ostufer und träumten von einer Fahrt auf dem Fünf-Sterne-Schiff.
So wie Andrea Ahrweiler aus Flensburg: Sie erfuhr zufällig von dem Besuch der "Europa" und wünschte sich, dass es künftig mehr Vorabinformationen zu solchen Anlässen gäbe: "Es ist super, dass das Schiff hier im Hafen anlegt. Ich bin gerade hierher gezogen und habe so etwas vorher noch nicht erlebt. Ich dachte allerdings, dass mehr Touristen und Einheimische kommen würden, um die Europa willkommen zu heißen." Gern hätte Andrea Ahrweiler das Schiff auch von innen betrachtet. So hätte sie einen Eindruck vom Leben an Bord gewonnen. Diese Hoffnung hegte auch Fatma Sare. Die Wirtschaftsstudentin würde auch Eintritt zahlen, um dieses Schiff einmal zu besichtigen: "Fünf Euro für eine Führung halte ich für angemessen."
"Ein richtiger Touristenmagnet"
Auch Günter Schraps ist begeistert vom Ozeanriesen und wünscht sich des Öfteren ein solches Ereignis für die Touristenstadt. "Flensburg hat immerhin einiges zu bieten und ist daher ein richtiger Touristenmagnet." Er merkte jedoch an, dass die Kosten für einen Liegeplatz geringer sein sollten, um Flensburg als Zielhafen attraktiver zu gestalten. "Schließlich gehören Schiffe ja auch zum maritimen Flair der Stadt dazu."
Leider müssen sich die Flensburger noch eine Weile gedulden, bis mal wieder ein Kreuzfahrtschiff in ihrem Hafen eintrifft. Hafenkapitän Frank Petry kündigte das nächste Wiedersehen mit einem der "großen Pötte" für den Sommer nächsten Jahres an: "Die MS Astor wird voraussichtlich am 20. Juli 2012 im Flensburger Hafen einlaufen."
(shz)

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