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Schwarzenbachtal in Flensburg : Ein neues Quartier für die Neustadt

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Für das Schwarzenbachtal hat der städtebauliche Wettbewerb mit der Auswahl der Teilnehmer begonnen. Bis zu 500 Wohnungen sind möglich.

shz.de von
erstellt am 11.Dez.2015 | 11:54 Uhr

Flensburg | Jetzt geht’s los. Die Stadt macht sich auf den Weg, ein vollkommen neues Wohnquartier im Stadtteil Neustadt entstehen zu lassen. Seit gestern ist die Post zu einer Reihe von Architekten und Investoren mit den Unterlagen unterwegs, im Internet ist der entsprechende Link scharf geschaltet. Deutlich über tausend Flensburger sollen hier im Quartier „Schwarzenbachtal“ in bis zu 500 Wohneinheiten ein neues Zuhause finden.

Damit hier ab 2017 gebaut werden kann, darf im Vorwege nicht viel schief gehen. Im Rathaus hat man sich genau überlegt, wie man zu einem guten, aber auch schnellen Ergebnis kommt. Dazu fährt man dreigleisig: Es gibt einen Wettbewerb, an dem Arbeitsgemeinschaften aus Architekten, Landschaftsarchitekten und Stadtplanern teilnehmen. In einem ersten Schritt sollen solche Arbeitsgemeinschaften zeigen, dass sie für diese Aufgabe qualifiziert sind; bis Februar haben sie Zeit, entsprechende Unterlagen an die Stadt zu schicken. Zehn AGs werden ausgesucht, danach am eigentlichen Wettbewerb teilzunehmen und entsprechende Pläne für das 7,2 Hektar große Gebiet zu entwerfen und bis zu den Sommerferien nach Flensburg zu schicken.

Der zweite Strang ist die Suche nach geeigneten Investoren, die bereit und in der Lage sind, das beste Wettbewerbsergebnis zu realisieren. Sie werden in den Auswahlgremien vertreten sein und können auf diese Weise die Realisierbarkeit der Ergebnisse beurteilen. Auf diese Weise soll verhindert werden, dass sich die Planer tolle Sachen ausdenken, die am Ende kein Projektentwickler umsetzen kann oder will.

Dritter Strang ist die Entwicklung eines passenden Bebauungsplans, der parallel zum Wettbewerb die ersten Hürden nehmen soll. „Hoffentlich haben wir dann vor den Sommerferien 2016 ein Ergebnis“, sagt Markus Pahl, der das Projekt für die städtische Gesellschaft für Stadterneuerung betreut.

Ohne der Kreativität der Teilnehmer vorgreifen zu wollen, hat die Stadt ein paar Pflöcke eingeschlagen: Der grüne Spielplatz direkt an der Eckenerstraße muss in seiner Größe erhalten bleiben. Auch wurde der Wunsch der Anlieger nach einem offenen Fließgewässer weitergegeben. Das Verwaltungsgebäude der Bundeswehr – ein dreigeschossiger, L-förmiger Backsteinbau von 1935 – soll erhalten bleiben und möglichst in eine Beziehung gesetzt werden zur früheren Junkerhohlweg-Kaserne am östlichen Ende des Areals (aber außerhalb von diesem).

Die Gebäudestruktur soll zwingend heterogen sein – unterschiedliche Größen, frei finanzierte und Sozialwohnungen, auch Eigentumswohnungen sind möglich. Sie sollen in vier bis fünf Clustern angeordnet sein, die am Ende dann auch von unterschiedlichen Investoren gebaut werden können. Chefplaner Peter Schroeders: „Wir wollen hier keine Großsiedlung schaffen.“ Das Schwarzenbachtal soll, so wünschen es die Akteure im Rathaus, ein Quartier werden, mit dem seine künftigen Bewohner sich stark identifizieren.

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