Glücksburg : Ein neuer Stein für den Dolmenpfad

Försterin Lis Holling und Dolmen-Spezialist Dietrich Waldow beaufsichtigen das Umsetzen des drei Tonnen schweren Granits.
Försterin Lis Holling und Dolmen-Spezialist Dietrich Waldow beaufsichtigen das Umsetzen des drei Tonnen schweren Granits.

Bei Erschließungsarbeiten wurde ein drei Tonnen schweren Granitstein freigelegt. Er wurde nun dem Glücksburger Dolmenpfad hinzugefügt.

shz.de von
19. Dezember 2017, 14:45 Uhr

Für Einheimische und treue Touristen ist die zweieinhalbstündige Wanderung mit Dietrich Waldow, 78, über den „Dolmenpfad“ längst eine Institution. Über 30 Dolmen, Grabstellen aus der Jungsteinzeit (3000 bis 3500 Jahre vor Christus), gibt es in Glücksburg. Sie sind Zeichen einer frühen Besiedlung. Die Steine kamen mit der letzten Eiszeit aus Skandinavien. Die Menschen der Jungsteinzeit bauten aus ihnen Kammern, in die sie ihre Verstorbenen legten. Anschließend wurde alles mit Erde zugedeckt.

Waldow, pensionierter Marineoffizier und Hobbyarchäologe, zeigt die Grabstellen Interessierten seit zehn Jahren. Demnächst bietet er seine 100. Führung an.

Jetzt hat er einen weiteren Stein hinzu bekommen. Bei Erschließungsarbeiten für das Neubaugebiet Groß-Bremsberg im Frühjahr fand das Archäologische Landesamt neben Grabbeigaben einen drei Tonnen schweren Granitstein. „Es handelt sich um den Deckstein eines früheren Grabes“, sagt Waldow. Der Stein habe ein paar Absplitterungen, sei im Großen und Ganzen aber vollständig.

Waldow überzeugte die Stadt, den Stein auf dem Glücksburger Dolmenpfad unterzubringen. Jetzt liegt er etwa 150 Meter Luftlinie von seinem Fundort entfernt am Parkplatz Schauenthal. Fünf Tiefbau-Arbeiter mit Laster und Bagger hievten den Koloss um.

Finanziell kam laut Waldow der Investor des Baugebiets für die Aktion auf. Der Stein liegt nun auf Forst-Gelände, darum war auch Glücksburgs Försterin Lis Holling anwesend.

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