Angeln : Ein Nahwärmenetz für Ringsberg

An der Kreuzung  der Glücksburger- mit der Post- und Bahnhofstraße zeigt sich beispielhaft die Bebauung, die für eine Nahwärmeversorgung besonders günstig ist.
An der Kreuzung der Glücksburger- mit der Post- und Bahnhofstraße zeigt sich beispielhaft die Bebauung, die für eine Nahwärmeversorgung besonders günstig ist.

Biomasse aus Grünschnitt soll als Grundstoff dienen. Die Gemeindevertretung lehnt Straßenbeleuchtung während der Nacht ab.

shz.de von
05. Januar 2018, 13:58 Uhr

Für das Jahr 2019 ist der Anschluss von Ringsberg an das Breitbandnetz Angeln geplant. Möglicherweise erfolgt der Ausbau zusammen mit dem eines Nahwärmenetzes. Die Option, ein derartiges zweites Projekt zeitgleich zu verwirklichen, stellte Hendrik Goll vom Kieler Unternehmen „get 2 energy“ bei der jüngsten Sitzung der Gemeindevertretung im Feuerwehr- und Bürgerhaus vor. Nach seiner Auffassung ist ein Nahwärmenetz besonders interessant für Gemeinden, in denen Biomasse aus Grünschnitt als Grundstoff eingesetzt werden kann. Für die energetische Verwertung von Biomasse sei ein neues wirksames Verfahren entwickelt worden. Der damit hergestellte Energieträger könne in Form von Pellets in Heizwerken verwendet werden. Goll sah noch einen weiteren Grund: „Ringsberg mit seinen Nord/Süd- und Ost/West-Achsen bietet sich für ein solches Netz förmlich an.“ Der als Gast anwesende Weeser Bürgermeister Michael Eichhorn befürwortete in seiner Eigenschaft als Vorsteher des Breitbandzweckverbandes den gleichzeitigen Ausbau.

Zu Beginn der Beratungen über den Haushalt 2018 hob Bürgermeister Volker Hatesaul hervor, dass die Gemeinde schuldenfrei sei. Bei einer Gegenstimme wurde ein Zahlenwerk beschlossen, das im Ergebnisplan Erträge von 702 000 Euro vorsieht. Die Aufwendungen liegen um 5600 Euro niedriger und führen zu einem Überschuss in dieser Höhe. Die Hebesätze der Grundsteuern A und B steigen um 20 Punkte auf 340 Prozent, die Gewerbesteuer bleibt bei 380 Prozent.

Einige Einwohner hatten den Wunsch geäußert, die Straßenbeleuchtung die ganze Nacht über eingeschaltet zu lassen. Dadurch erhoffen sie sich mehr Schutz vor Einbrüchen. Dieses Verlangen lehnte die Gemeindevertretung einstimmig ab. Die Beleuchtung wird um 23.30 Uhr aus- und morgens um 4 Uhr wieder eingeschaltet. Der Bürgermeister wurde beauftragt, Kostenvoranschläge für das Abschleifen des Bodens im Feuerwehr- und im Bürgerhaus sowie für Pflasterarbeiten in der Straße Horsbjerg einzuholen. Dieses Thema war bereits vorher in der Einwohnerfrage angesprochen worden, ebenso wie Schäden an Straßen und Banketten, die durch Regenwasser entstanden sind.

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