Weihnachtsmarkt : Ein Nachschlag für den guten Zweck

An der Suppen- und Punschfront: Rund zwanzig Soldaten und Soldatinnen sind  in der Vorweihnachtszeit    im Einsatz.  Foto: Dommasch
An der Suppen- und Punschfront: Rund zwanzig Soldaten und Soldatinnen sind in der Vorweihnachtszeit im Einsatz. Foto: Dommasch

Soldaten verkaufen erfolgreich Suppe und Punsch in der Innenstadt. Der Erlös geht zu etwa 25 Prozent an karitative Einrichtungen.

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18. Dezember 2009, 11:54 Uhr

Flensburg | Die Bundeswehr ist in diesen Tagen im Einsatz für den guten Zweck: Erbsensuppe und Punsch stehen im Mittelpunkt der friedlichen Mission in der Innenstadt. Bereits im 33. Jahr verkaufen Soldaten in der Nikolaistraße heiße Erbsensuppe und selbst angesetzten Punsch. Innerhalb von zwölf Tagen haben sie rund 11 000 Liter Suppe unters Volk gebracht. Das sind circa 22 000 Portionen und über 1800 Kunden pro Tag - Nachschlag inklusive.

Die Einnahmen werden seither zu 50 Prozent an karitative Einrichtungen in Flensburg und Glücksburg gespendet. Die restlichen 50 Prozent gehen an das Bundeswehrsozialwerk und die Kriegsgräberfürsorge. In den letzten Jahren kamen auf diesem Weg 206 405,08 Euro für die Städte zusammen. Im letzten Jahr spendete die Bundeswehr rund 21 000 Euro an Einrichtungen in Flensburg. Die eingenommenen Gelder werden jedes Jahr nach Schwerpunktthemen vergeben. In diesem Jahr sollen die Erlöse des Suppen- und Punschverkaufs in den Bereich der Kinder- und Jugendarbeit fließen.
Besseres Geschäft als im letzten Jahr
Die Bundeswehr wolle damit einen Beitrag "zur Kriminalitätsprävention leisten", sagt Hauptbootsmann Holger Schulz. Auch in diesem Jahr laufe das Geschäft gut, "sogar besser als im letzten Jahr", erklärt der Hauptbootsmann. Schulz ist seit drei Jahren Feldwebel für "Standortangelegenheiten" und damit für die Suppenbaracke neben der Holm-Passage zuständig. Seit Ende November wird der Stand in der Nikolaistraße von fünf Mann Stammbesatzung geleitet. Unterstützt werden sie durch zehn bis 15 Soldaten aus unterschiedlichen Heeres-, Marine- und Luftwaffenverbänden, die sich regelmäßig abwechseln.

Der Stand erfreut sich nicht nur unter Flensburgern großer Beliebtheit. Karl Heinz Andermann, ebenfalls Mitglied der Stammbesatzung, weiß von vielen Stammkunden zu berichten. "Da kommen Etliche, die jeden Tag ihre Erbsensuppe essen - oder abholen und für ihre Verwandten einfrieren." Ein Mitbürger aus Hongkong komme regelmäßig an den Stand und liebt offenbar die deutsche Erbsensuppe. "Wir sagen dann oft scherzhaft, unsere Suppe ist so gut - der Herr kommt extra aus Hongkong". Die Soldaten sind bester Dinge: "Die Stimmung unter den Männern ist wirklich gut - alle machen den Job sehr gerne und das merken die Leute", sagt Holger Schulz. Im Jahr 2010 soll es natürlich wieder Suppe und Punsch aus der Baracke geben.

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