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Citti-Park in Flensburg : Ein Meilenstein für den Einzelhandel

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Der erste Tag im neuen Citti-Park in Flensburg: Kunden erleben Handel, Dienstleistung und Gastronomie unter einem Dach. Die Menschen stehen vor der Ladenöffnung Schlange, selbst der Verkehrsfunk warnt.

Die Neugierde war riesig. Als sich gestern um 9 Uhr die Pforten des neuen Citti-Parks an der Lilienthalstraße öffneten, standen die Menschen schon Schlange, und das Ereignis war selbst dem Verkehrsfunk eine Warnung wert. Das erste zertifizierte grüne Einkaufszentrum Schleswig-Holsteins präsentiert sich nach 18-monatiger Umbauzeit wie ein Sammelsurium an Superlativen.

Es ist um 10 000 auf 25 000 Quadratmeter gewachsen, die edel daherkommende Mall misst 200 Meter, die Zahl der Mieter ist um 38 auf 55 angestiegen. Und so fand auch Bürgermeister Henning Brüggemann nur lobende Worte für das Objekt. Es füge sich, habe er als Fahrradfahrer en passant festgestellt, gestalterisch gut in das Stadtbild ein und sei energietechnisch vorbildlich konzipiert worden. „Man hat auf regenerative Energien und die passive Nutzung von Sonnenenergie zurückgegriffen sowie die umweltschonende LED-Technik integriert.“ Zudem passe es optimal in das Einzelhandelskonzept der Stadt. Es sei unumgänglich, auch an den Randlagen etwas für die Attraktivität Flensburgs zu tun. „Wir wollen die führende Einkaufsstadt der Region in einem Umkreis von 100 Kilometern sein“, umriss Brüggemann seine Vorstellung. Auch Centermanager Sascha Warnken, der tags zuvor schon mit 800 geladenen Gästen (darunter Ministerpräsident Torsten Albig) gefeiert hatte, betonte: „Es ist alles so geworden, wie wir es uns gewünscht haben. Es habe aus Politik, Wirtschaft und Gesellschaft eine durchweg positive Rückmeldung gegeben.


Ansprechender Branchenmix
 

Auch die Resonanz der Kunden klingt ermutigend. Ein gute Symbiose aus Optik und Funktionalität, so ließe sich das Ergebnis einer spontanen Umfrage zusammenfassen. „Ansprechender Branchenmix in einem gediegenen Ambiente“, würdigte etwa eine 42-Jährige aus dem Kreisgebiet das Angebot und widmete sich den vielen Sonderaktionen und dem bunten Rahmenprogramm. Auch Ulf Hansen, Vorsitzender der Interessengemeinschaft Innenstadt, zog zufrieden seine Runden. „Ein attraktiver Komplex“, meinte er anerkennend. Einige IG-Mitglieder, räumte er ein, sehen die Erweiterung kritisch. „Aber auch in der City“, so Hansen, „muss etwas passieren.“

Harald Rottes, Leiter des Immobilienbereichs bei Citti, führte die Besucher derweil zu einem Bild, das es ihm besonders angetan hat. Es ist eine Hafen-Impression des Fotografen Thomas Raake, eine Panorama-Ansicht des Westufers in beeindruckender Auflösung auf einer Länge von annähernd 30 Metern. „Daran kommt keiner vorbei“, flachste Rottes: Entlang dieser Aufnahme wird der Besucher zu den sanitären Anlagen geführt.

Citti Flensburg, erläuterte Rottes, orientiere sich an seinem Kieler Pendant, sei jedoch schon einen Schritt weiter – und noch schöner geworden. „Es ist die konsequente Weiterentwicklung unserer Philosophie.“ Er freue sich darüber, dass knapp die Hälfte der Mieter aus der Region komme, einige Kaufleute haben neben ihrem Sitz in der City mit einer Dependance im Einkaufszentrum ein zweites Standbein geschaffen.

Sollten er oder Sascha Warnken jedoch ein Problem mit ihrer Brille haben, bleibt ihnen der Gang in die Innenstadt nicht erspart. Bei Citti sucht man einen Optiker vergeblich.

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erstellt am 01.Okt.2013 | 06:14 Uhr

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