Hürup : Ein Leben für die Kirche

Propst Helgo Jacobs (links) und Pastor Jan Christiansen (rechts) mit dem ausgezeichneten Hans Peters.
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Propst Helgo Jacobs (links) und Pastor Jan Christiansen (rechts) mit dem ausgezeichneten Hans Peters.

Hans Peters aus Hürup erhält das Ansgarkreuz. Der frühere Küster ist noch immer als Prädikant tätig.

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23. Juni 2014, 19:02 Uhr

In der Nordelbischen Kirche gilt das Ansgarkreuz als höchste Auszeichnung für außerordentliche Verdienste in der kirchlichen Arbeit und ein hohes persönliches Engagement für den christlichen Glauben in der Öffentlichkeit. Mit diesem Symbol der gekreuzten Fibel, das einer Gewandnadel aus der Wikingerzeit nachempfunden ist, bedankt sich die Kirche bei Menschen, die sich in besonderer Weise ehrenamtlich einsetzen.

In der Kirchengemeinde Hürup-Rüllschau hat nun Hans Peters das Ansgarkreuz erhalten. Der ehemalige Küster war vom Kirchengemeinderat für die Ehrung vorgeschlagen worden, in Anerkennung für seine jahrzehntelange, ehrenamtliche Tätigkeit in der Gemeinde neben der Ausübung seines Hauptberufs als Kirchendiener. Die feierliche Verleihung durch Propst Helgo Jacobs erfolgte im Rahmen eines Gottesdienstes in der Marienkirche zu Hürup, an dem außer den Gemeindegliedern und Pastor Jan Christiansen auch Freunde, die Familie und viele ehemalige Weggefährten des Geehrten aus verschiedenen Gremien teilnahmen. Musikalisch umrahmt wurde die Andacht vom Kirchenchor Hürup-Rüllschau. „Alles fängt klein an – die Liebe zu Gott und vielleicht auch das Ehrenamt – und kann dann mit der Zeit wachsen und intensiver werden“, sagte Jacobs in seiner Laudatio. „Ohne ehrenamtliches Engagement könnte Kirche nicht leben!“

Peters lebte mit seiner Ehefrau und zwei Kindern bereits vier Jahre in Hürup, als er 1979 in den Kirchenvorstand berufen wurde und dort im Bau-, Finanz-, Friedhofs- und Gemeindeausschuss vertreten war. In diesem Amt hat er unter anderem die Veränderung der Gemeindeschwesternstation zur Sozialstation Hürup auf Amtsebene mitgetragen und war federführend an der Erfassung des Hüruper Friedhofes beteiligt. 1983 übernahm er die örtliche Kirchenrechnungsführung, die er mit großer Akribie bis zur Einführung des Euros im Jahre 2002 erfüllte.

Am 1. Januar 1985 wurde Hans Peters als hauptamtlicher Mitarbeiter der damals noch getrennten Kirchengemeinden Hürup und Rüllschau als Küster und Friedhofbediensteter eingestellt. Über Rüstzeiten und Fortbildungsseminare erwarb er sich besondere Kenntnisse und wurde Kirchenkreisbeauftragter für das Küsterwesen im Kirchenkreis Angeln. Im Küsterarbeitskreis der Nordelbischen Kirche arbeitete er 18 Jahre aktiv und mit viel Herzblut im Vorstand, von 1997 bis zu seinem Ausscheiden in den Ruhestand als Vorsitzender. In Zusammenarbeit mit „Kirche in der Arbeitswelt“ in Kiel hat er regelmäßig Seminare geplant, mit Inhalten gefüllt und leitend begleitet.

Peters war als begeisterter Sänger außerdem über viele Jahre Chorsprecher des Singkreises Hürup-Rüllschau, und seit 2009 ist er engagiertes Mitglied im neuen Kirchenchor Hürup/Rüllschau. Seinen Einsatz für den christlichen Glauben krönte er mit einer zweijährigen Ausbildung zum Prädikanten in Hamburg, die er 1995 mit Erfolg und der Einsegnung durch Bischof Hans Christian Knuth abschloss. Die Aufgabe des Prädikanten nimmt er bis heute, auch außerhalb der eigenen Gemeinde, ehrenamtlich wahr. Peters: „Es war und ist ein großes Anliegen für mich, Gottes Wort offiziell verkündigen zu dürfen.“

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