zur Navigation springen

Schnelle Hilfe im Notfall : Ein Landeplatz für die Luftretter

vom
Aus der Redaktion der Schleswiger Nachrichten

Die Gemeinde Schafflund stellt eine Fläche an der Grund- und Gemeinschaftsschule bereit und schult die Feuerwehrkräfte. Die Flugzeit aus Rendsburg beträgt knapp 20 Minuten.

Animiert durch den Zeitungsbericht „Luftretter suchen Landeplätze“ vom 1. Januar, stellte Schafflunds Wehrführer Benno Gasa einen Antrag auf Einrichtung eines Nachtlandeplatzes in der Gemeinde, um die Notfallversorgung in Schafflund weiter auszubauen. Der Antrag wurde auf die Tagesordnung für die nächste Sitzung des Sozialausschusses gestellt und ein geeigneter Platz inklusive Beleuchtung gefunden. Zusammen mit der Freiwilligen Feuerwehr Schafflund und dem Schafflunder Sportverein (SSV-Schafflund), einigte man sich darauf, den Fussball-B-Platz westlich vom Schulgelände hierfür vorzusehen. Dieser Platz liegt zentral, kann über einen Parkplatz gut angefahren und mit Flutlicht ausgeleuchtet werden. Ein Aufbau von Beleuchtungsanlagen durch die Feuerwehr ist nicht erforderlich. Außerdem liegt er in der Nähe einer Arztpraxis.

Voraussetzung für die Entscheidung war eine Einweisung von Feuerwehrkameraden in die Bedienung der Flutlichtanlage durch Mitglieder des SSV-Schafflund und die Aushändigung von Schlüsseln der Landwärme Schafflund GmbH, damit der Weg am B-Platz für Rettungsfahrzeuge geöffnet werden kann.

Dann wurde Kontakt mit der Deutschen Rettungsflugwacht (DRF) in Rendsburg aufgenommen und die Parameter, die für eine Landefläche benötigt werden, abgestimmt. Nur die Crew des Rettungshubschraubers Christoph 42 aus Rendsburg verfügt über ein Nachtsichtgerät und wird bei Dunkelheit eingesetzt. Außerdem verfügt die Wehr Schafflund, zusätzlich zur vorhandenen Flutlichtbeleuchtung, über zwei Koffer mit Akkubetriebenen Notfallleuchten. Diese werden bei schlechtem Wetter und Nebel eingesetzt. „Somit erfüllt der Fußballplatz alle Voraussetzungen für eine Nachtlandung“, sagte Wehrführer Benno Gasa. Die Freiwillige Feuerwehr Schafflund wird die Einsätze/Landungen begleiten. Die DFR hat einen entsprechenden Alarmplan Bei der Leitstelle in Harrislee hinterlegt. Die Feuerwehr wird bei Bedarf über Pager ohne Sirenenalarm alarmiert. Der Hubschrauber benötigt für den Flug von Rendsburg bis Schafflund knapp 20 Minuten, diese Zeit bleibt der Feuerwehr zur Vorbereitung des Landeplatzes.

Die DFR ruft Gemeinden und Feuerwehren im Kreis auf, weitere Standorte zur besseren Notfallversorgung bei Dunkelheit zu suchen. Die Crew vom Rettungshubschrauber Christoph 42 sei gerne bereit in die jeweiligen Orte zukommen, um vorgeschlagene Landeplätze auf ihre Eignung hin zu überprüfen und die Feuerwehrleute zu schulen.

Bürgermeisterin Constanze Best-Jensen zeigte sich erfreut darüber, dass es gelungen ist, diesen Nachtlandeplatz einzurichten. Auch Sportwart Oliver Fust begrüßt diese zusätzliche Nutzung des B-Platzes, der auch bei starkem Niederschlag zu jeder Zeit befahrbar ist.

zur Startseite

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Kommentare

Leserkommentare anzeigen