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Flensburger Tageblatt

22. September 2017 | 08:31 Uhr

Auslandseinsatz : Ein kleiner Junge braucht Hilfe

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Die Flensburgerin Sophie Dehn lernte in Ghana den zehnjährigen Moses als schwer kranken Patienten kennen

shz.de von
erstellt am 22.Mai.2016 | 08:00 Uhr

Sophie Dehn möchte helfen. Einem kleinen, farbigen Jungen in Ghana, der nach einer schweren Erkrankung wohl wegen der ärmlichen Lebensumstände in seiner Heimat nicht wieder gesund wird. Gebraucht wird insbesondere Verbandsmaterial, das durch Spenden finanziert werden könnte. Dafür bittet Sophie Dehn um Hilfe.

Die heute 24-Jährige machte im Jahr 2010 ihr Abitur an Duborg-Skolen. Danach reiste sie vier Monate allein um die Welt: Südamerika, USA, Asien. In Ghana absolvierte sie zehn Wochen ein Auslandspraktikum. „Ich wusste schon immer, dass ich gerne mit Menschen arbeiten möchte“ – und am liebsten durch aktive Hilfe. So begann sie ein Krankenpflege-Studium in Kopenhagen.

In ihrer Zeit in Ghana war sie zwei Wochen auf einer Kinderstation eingesetzt. Dort lernte sie den zehn Jahre alten Moses kennen.

Wodurch seine Krankheit ausgelöst wurde, ist unklar. Vielleicht durch einen Insektenstich oder einen Biss. Als Moses im Dezember letzten Jahres mit seinem entzündeten Arm ins Krankenhaus kam, war es schon viel zu spät. Die Haut des gesamten Armes musste durch eine Hauttransplantation von den Beinen ersetzt werden.

Fast drei Monate war Moses im Krankenhaus, doch die Wunden heilten nicht.

Anfang März sagte eine Ärztin, Moses bräuchte einen Kompressionsverband und eine Armschlinge. Er solle nicht im Krankenhaus bleiben, sondern drei Mal in der Woche zum Verbandswechsel und zur Physiotherapie kommen. Dann gäbe es eine Chance für den Arm.

Die Mutter konnte nichts davon bezahlen. Sophie Dehn versuchte über Facebook, bei ihren Freunden Spenden zu sammeln. „Es hat super gut geklappt“. Und die notwendige Behandlung konnte schnell beginnen.

Eine Untersuchung Mitte März auf eine Infektion hin war negativ. „Was Moses wohl braucht, ist eine gute Rundum-Versorgung. Das hat sich in den letzten Wochen auch wirklich gezeigt. Die Schwellung geht nun langsam zurück, und die Wunden heilen endlich.“

Für Sophie Dehn ist es ziemlich eindeutig, dass die Lebenssituation von Moses die Erkrankung begünstigte. Die Familie wohnt weit außerhalb der Stadt. Moses Vater ist vor zwei Jahren verstorben, und nun wohnt der Junge mit seinen beiden Geschwistern und der Mutter in einem winzigen Betonhaus. Die Familie schläft auf dem harten Boden. Es fehlt so ziemlich an allem. Besonders an Essen und sauberem Trinkwasser.

Sophie Dehn kehrte inzwischen nach Norddeutschland zurück und studiert jetzt wieder in Kopenhagen. „Ich habe fast täglich Kontakt mit Moses’ Physiotherapeuten, einer Krankenschwester und manchmal einem Arzt aus dem Krankenhaus.“

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