Schafflund : Ein Katzensprung zur Beratung

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Der Kreissozialverband und die Stadt Flensburg schließen sich im Juni zusammen – die Zweigstelle in Harrislee wird geschlossen.

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26. Januar 2018, 13:25 Uhr

„Mein Herz fühlt und vergisst nicht, mein Herz wird nie dement“, zitierte Anke Bernack, die der Sozialstation Schafflund angehört, aus einem Gedichtund zeigte danach die berührenden Selbstporträts des Künstlers William Utermohlen, die Jahr für Jahr das Fortschreiten seiner unheilbaren Erkrankung am Demenz offenlegen. Wie man im Umgang mit Alzheimerkranken seine eigene Unsicherheit überwinden kann, erläuterte die Referentin in eindrucksvoller Weise auf der Jahreshauptversammlung des Sozialverbandes in Schafflund. Rund 80 Mitglieder erfuhren anhand kleiner Comiczeichnungen, nach welchen einfachen Regeln wie Blick- und Körperkontakt, langsames Sprechen kurzer Sätze und einer insgesamt bestätigenden Haltung man ohne Scheu dem Erkrankten begegnen kann.

Zuvor hatte Dieter Schilling, Vorsitzender des Ortsverbandes mit 382 Mitgliedern, den Kreisvorsitzenden Uwe-Dieter May im Landgasthof „Utspann“ begrüßt. Dieser berichtete unter anderem von einer Initiative des Landesverbandes, in dem die Landesregierung aufgefordert werden soll, sich um bezahlbaren Wohnraum zu kümmern. „Wir haben ein Jahr Zeit, um 25 000 Unterschriften zu sammeln, dann können wir beantragen, dass das Recht auf angemessenen Wohnraum in die Verfassung Schleswig-Holsteins aufgenommen wird“, sagte er und warb dafür, sich zahlreich an der Aktion zu beteiligen.

Außerdem wies er darauf hin, dass sich ab Juni der Kreisverband und die Stadt Flensburg zusammenschließen. „Sie haben es dann bequemer, zur Beratung statt nach Schleswig nach Flensburg zu fahren“, wandte er sich an die Zuhörer und fügte hinzu, die Zweigstelle in Harrislee würde zeitgleich geschlossen.

Für ihren letzten Kassenbericht wurde der aus dem Vorstand ausscheidenden Annelie Hansen eine vorbildliche Kassenführung bescheinigt. Sie wurde mit Blumen und Dank ebenso verabschiedet wie Kordula Hansen, die als Schriftführerin ihren letzten Jahresbericht abgab. Sie erinnerte an zahlreiche Veranstaltungen und die Tagesfahrten ins Emil-Nolde-Museum, nach Friedrichstadt und zur Hallig Hooge. Unvergessen sei für viele der Anwesenden die Spreewaldfahrt gewesen: „Wir haben viel gesehen, und das Wetter war sogar richtig gut.“

Turnusmäßig stand die Wahl des gesamten Vorstandes an. Dieter Schilling (1. Vorsitzender) und Marianne Petersen (2. Vorsitzende) wurden durch Wiederwahl in ihren Ämtern bestätigt, ebenso die stellvertretende Schriftführerin Bärbel Paulsen, Frauenbeauftragte Bärbel Hansen und Beisitzer Christian Sommer. Neu gewählt wurden Thomas Matthiensen (Schatzmeister), Irma Jürgensen (stellv. Schatzmeisterin), Marlies Hamann (Schriftführerin) und Marietta Ehrhardt (Beisitzerin). Gisela Spangenberg, Annelie Hansen, Hildegard Sommer und Kordula Hansen stellten sich als Kassenprüfer zu Verfügung.

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