Nieby : Ein Jahr im Einsatz für die Natur

Die Freiwilligen Helfer Birte Winter(v.l.), Rieke Andresen und Gero Garthen mit Renate Mielenz (2.v.l.) und den von ihnen betreuten Rauchschwalben.
Die Freiwilligen Helfer Birte Winter(v.l.), Rieke Andresen und Gero Garthen mit Renate Mielenz (2.v.l.) und den von ihnen betreuten Rauchschwalben.

Drei 18-Jährige versehen zurzeit ihr Freiwilliges Ökologisches Jahr bei der Integrierten Station in Falshöft. Als erstes kümmerten sie sich um drei junge Rauchschwalben.

shz.de von
10. August 2018, 12:30 Uhr

Nieby | „Wir haben die richtige Wahl getroffen“, da sind sich Gero Garthen aus Dasse in Süd-Niedersachsen, Birte Winter aus Gettorf und Rieke Andresen von der Hallig Langeneß einig. Die drei 18-Jährigen, mit dem Abitur in der Tasche haben sich für ein Freiwilliges Ökologisches Jahr (FÖJ) bei der Integrierten Station in Falshöft entschieden und versehen seit Anfang des Monats ihren Dienst für den Förderverein, den Nabu und dem Wildpferdeverein, die hierbei zusammenarbeiten.

Die drei sind froh, ihren Dienst hier versehen zu dürfen, denn die FÖJ-Plätze am Rande der Geltinger Birk sind heiß begehrt, weiß Renate Mielenz aus Nieby, seit 2011 Vorsitzende des Fördervereins. Sie ist vor Ort auch Ansprechpartnerin für die jungen Leute. Waren es anfangs jeweils zwei FÖJ-ler, die ihrem Freiwilligendienst für die Station nachgingen, so sind es jetzt im vierten Jahr drei.

„Wir freuen uns auf das, was auf uns zukommt“, betonen die FÖJler – draußen in der Natur und auch bei der Fertigstellung der neuen Ausstellung in der Station, die nach zweijähriger Planungsphase kurz bevor steht: Ab 31. August soll die Ausstellung geöffnet sein, offizielle Einweihung ist dann am 21. September. Für die FÖJ-ler geht es bei der neu gestalteten Ausstellung um die Gestaltung einer Schilflandschaft. In ihre Zuständigkeit fällt auch die Kreuzkröten-Aufzucht und die Betreuung von drei jungen Rauchschwalben, die sie in Obhut genommen haben. Ansonsten werden sie überall eingesetzt, wo es erforderlich ist.

Dass er, bevor er ein Studium beginne, ein freiwilliges ökologisches Jahr in Falshöft absolvieren werde, lag für Gero Garthen auf der Hand. Er kenne die Birk recht gut, berichtet er und auch, dass seine Zwillingsbrüder vor fünf Jahren ihren Freiwilligendienst in der Region absolvierten. Und weil er sie oft besuchte, habe er bereits im Vorweg zu seinem eigenen Dienst schon etliche Einblicke gewonnen.

Auch Birte Winter ist mit der Geltinger Birk bereits vertraut. Tagesausflüge mit Wanderungen haben sie veranlasst, vor Einstieg in das Berufsleben herauszufinden, was die Zukunft bringen soll. Sie versteht das als Findungsjahr, wobei es ihr auf der Birk insbesondere die Wildpferde angetan haben. Rieke Andresen hat sich vorab informiert, wo es für sie die beste Möglichkeit gibt, vor dem Berufsleben zunächst einmal etwas ganz Praktisches zu tun – und stieß auf Falshöft. Nun also ist sei hier, ist von der Nordsee an die Ostsee gewechselt und weiß schon jetzt, dass Natur, das Draußen-Sein genau das ist, was sie will. Auch sie möchte herausfinden, in welche Richtung ihr späterer Weg führen wird.

Alle drei haben in der Station Quartier bezogen, sind Selbstversorger und müssen sich selbst organisieren. Sie verstehen sich gut, sind fröhlich und packen an.

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