Sörup : „Ein höchst engagierter Pädagoge“

Den neuen Schulleiter Andy Marien (2.v.r.) beglückwünschen Friederike Schröder (l.) von der Schulverwaltung, Schulrätin Gabriele Wiese und Schulverbandsvorsteher Burkhard Gerling (r.)
Den neuen Schulleiter Andy Marien (2.v.r.) beglückwünschen Friederike Schröder (l.) von der Schulverwaltung, Schulrätin Gabriele Wiese und Schulverbandsvorsteher Burkhard Gerling (r.)

Andy Marien ist neuer Sonderschulrektor an der Astrid-Lindgren-Förderschule in Sörup.

shz.de von
21. August 2018, 12:00 Uhr

Sörup | Die Astrid-Lindgren-Förderschule in Sörup hat einen neuen Schulleiter. Schulrätin Gabriele Wiese ernannte den 49-jährigen Andy Marien zum Sonderschulleiter des Förderzentrums in Sörup. Er tritt die Nachfolge von Klaus Hinrichsen an, der 23 Jahre die Einrichtung geführt hat.

Im Gegensatz zur Regenbogenschule in Satrup, wo sich bisher kein Nachfolger für die in den Ruhestand verabschiedete Schulleiterin Dr. Gudrun Philipp fand, stand für das Förderzentrum nach dem Ausscheiden von Klaus Hinrichsen mit Andy Marien sofort ein Nachfolger bereit, der die Schule als Pädagoge und stellvertretender Schulleiter kennt.

Schulrätin Gabriele Wiese bescheinigte dem neuen Schulleiter ein hohes Maß an pädagogischem Idealismus, denn „wer Schulleiter wird, will Veränderungsprozesse initiieren und die Schule verbessern. Andy Marien hat sich in den vergangenen Jahren als höchst engagierter Pädagoge gezeigt und neben seinen zusätzlichen Tätigkeiten ein umfangreiches Fortbildungsprogramm absolviert.“ Gabriele Wiese forderte Marien auf, als neuer Schulleiter neue Wege zu finden und dabei den Balanceakt zwischen Bewahrung und Veränderung zu meistern.

Der in Rendsburg geborene Andy Marien wollte ursprünglich Geo-Ökologie studieren. Jedoch bei der Ableistung des Zivildienstes in einer Kinderklinik kam der Wunsch auf, eine Tätigkeit auszuüben, bei der er Kindern helfen und sie unterstützen kann. So studierte Marien daraufhin die Fachrichtung Lernbehinderten- und Verhaltensgestörtenpädagogik und lernte den Beruf im Rahmen seines zweijährigen Referendariats an der Pestalozzischule in Schleswig kennen. Anschließend war er dort sechs Jahre als Lehrer tätig, bevor er 2005 zur Astrid-Lindgren-Schule als stellvertretender Schulleiter wechselte.

Reformen kennzeichneten viele Jahre die Bildungslandschaft. Dazu kam der Rückgang der Schülerzahlen. Von Veränderungen waren auch die Förderzentren nicht ausgenommen. Die Förderschulen in Glücksburg und Kappeln wurden geschlossen und die Kinder an der Förderschule Lernen in Sörup beschult.

Besonders gravierend waren die Umwälzungen unter dem Begriff „Inklusion“. Durch einen UN-Beschluss wurde die Inklusion, das heißt, gemeinsames Lernen von Förderschülern mit allen anderen Schülern, zur Pflicht. Die Astrid-Lindgren-Schule war in diesen Prozess von Anfang an einbezogen und so gingen ihre Lehrkräfte schon frühzeitig an die Grund- und Gemeinschaftsschulen sowie in die Kindergärten, um die dortigen Erzieher und Pädagogen zu unterstützen. Diese Entwicklung wurde durchaus kritisch begleitet, und so zeigt sich Andy Marien zufrieden, dass die Bildungsministerin die gewonnenen Erfahrungen sammeln und bewerten will.

Für die Förderschule Sörup ist die Zahl der Schüler nach dem Zusammenschluss mit Glücksburg und Kappeln in etwa gleich geblieben. Insbesondere da im näheren Umkreis etliche Heime liegen, in denen Kinder mit zum Teil schwierigen Lernvoraussetzungen aus dem gesamten Bundesgebiet untergebracht sind. Die Kooperation mit anderen Schulen steht für den neuen Schulleiter vorn an mit dem Ziel, das System Förderschule-Regelschule durchlässig zu machen, die Schule kreativ zu gestalten und zu entwickeln, damit den Kindern möglichst viel Teilhabe ermöglicht wird.

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